RAGNARÖK ONLINE Site officiel : www.ragnarokeurope.com

Jump to content


Outland Origins (RO-RPG [GERMAN!])


440 replies to this topic

#1 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 18 May 2015 - 07:26 PM

THIS THREAD IS GERMAN ONLY!

In diesen Thread gehören nur RPG-Posts von angemeldeten Leuten (neue Leute sind immer gern gesehen)! Informationen und Diskussionen im und in den anderen Thread >>HIER<<!--

Sprung zu -->Tag 10<
Sprung zu -->Tag 11<
Sprung zu -->Tag 65<

[Hafen von Izlude (Tag 6, 06:30h)]

Die Mission des Global Project war abgeschlossen. Die Gruppe kehrte heim und sie alle würden ihre Wege gehen. Oberbefehlshaber Hlynur Jasminko, der Anführer der Mission, wollte den Kontakt jedoch weiterhin wahren und der Baumhüne Faran hatte am Vorabend die Lösung offeriert: Er bot allen eine kleine, mysteriöse Murmel an, in der Farbenspiel wie in der Dämmerung wallte. Er erklärte: "Sie sind miteinander verbunden. Sobald ihr sie zerbrecht, werden die anderen Murmeln eiskalt und wir können in den unseren die Position der zerbrochenen Murmel sehen."

Das Kriegsschiff der Republik Schwartzvald legte am Hafen von Izlude an. Im Hafen hatte schon ein zweites Kriegsschiff Anker gesetzt, die Fischerboote, die normalerweise die Stadt und Heimat der Schwertkämpfer ausmachte, waren nach Alberta ausgewichen. Eine Überfahrt auf die Insel Byalan war gegenwärtig unmöglich.
Der Steg war ausgefahren, sie konnten das Schiff wann immer sie wollten verlassen, sofern die Erschöpfung aus der Mühen der letzten Tage sie nicht länger in den Betten halten sollten.

Nachdem der Staat Arunafeltz Prontera attackiert hatte, war Schwartzvald zur Hilfe geeilt. Auf dem Hauptplatz von Izlude hatte die Republik ein riesiges Zeltlager aufgestellt. Es war aber nicht mehr so von Soldaten durchströmt wie noch vor ein paar Tagen.

Die Grenzen zwischen den beiden Ländern waren wieder offen, doch die Luftschiffe waren noch nicht wieder in Betrieb genommen worden. Sie stellten zu einfache Ziele für weitere Angriffe dar.

[Prontera, Hauptstadt des Königreiches Midgard]

Um die und in der Hauptstadt zeigten Soldaten der Königlichen Garde massiv Präsenz.

Der Angriff hatte vor vier Tagen stattgefunden und sich aus dem Westen ereignet. Vier Luftschiffe, ausgerüstet mit magischen Feuerkanonen und bemannt mit zahlreichen Soldaten aus Arunafeltz, hatten den Krieg erklärt. Zuerst hatte die Regierung von Midgard versucht, Kontakt zu den Luftschiffen aufzunehmen, doch vergebens. Rasch waren die besten Frauen und Männer der Garde und der Gilden aufgeboten worden, zumindest so weit es in der gegebenen Zeit möglich gewesen war.
Es war nie zum Kontakt gekommen. Die Fronten hatten sich zwar die Stirn geboten, doch durch den Luftvorteil seitens Arunafeltz waren die verteidigenden Reihen mehr und mehr in die Stadt gedrängt worden. Dieser Kampf hatte mehrere Stunden angedauert und erst als Schwartzvald mit mehreren Kriegsschiffen im Hafen von Izlude erschienen und mit Kanonen und Soldaten Unterstützung dargebracht hatte, war die Entscheidung gefallen. Arunafeltz hatte sich zurückgezogen.

Der grösste Part der westlichen Stadtteile war zerstört. Die restlichen Winkel der Stadt waren mehrheitlich verschont geblieben, doch hier und da waren trotzdem die Spuren des Krieges zu lesen, zum Beispiel infolge von umgelenkten Schüssen:

Posted Image
  • Vor der Handstatue der Einigkeit im Nordviertel der Stadt war für 10:00h eine Volksversammlung angesetzt. König Riwalon wollte zu seinem Volk sprechen.
  • In das Schloss der Regierung im Norden der Stadt wurde der Zugang aus Sicherheitsgründen begrenzt. Es war nur noch der Durchgang in das dahinter liegende Gebiet des Kampfes um das Imperium möglich.
  • Nördlich der Stadt lag das Gebiet des Kampfes um das Imperium. Diese Kämpfe waren vorerst allesamt abgesagt und stattdessen reihten sich in diesem Gebiet unzähliche Leichen unter Tüchern. Sie waren von den Soldaten gesucht und zusammengetragen worden, um sie zu identifizieren. Die meisten noch immer nicht identifizierten Leichen stammten aus Arunafeltz.
  • Westlich der Stadt waren zwei der angreifenden Luftschiffe abgestürzt. Weite Trümmerfelder begruben die Ebene. Zugang zur Kanalisation war unmöglich. Die Trümmer wurden von der Garde noch immer durchsucht.
  • Östlich der Stadt war ein grosses Zeltlager für die Menschen errichtet worden, die unter anderem ihr Zuhause verloren hatten. Sie standen einander bei und wurden versorgt, trotzdem herrschte in diesem Lager die Trauer, die Ratlosigkeit und die Ungewissheit der Zukunft.

OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#2 Daishi1986

    Drops

  • Members
  • PipPip
  • 76 posts

Posted 19 May 2015 - 04:07 AM

[Daishi - Izlude - Tag 6 in der Früh]

Krieg. Krieg zog auf am Horizont.
Krieg mit all seiner Pracht, wenn man die dekorierten Soldaten der Republik ansah.
Krieg mit all seinen Schrecken, wenn ich mich an den letzten zurück erinnerte.
Nach den Ereignisse der Insel und der letzten Tage nun dies..
Wie viele Opfer es gegeben haben musste. Diese Zahl war freilich noch unbekannt. Von den Unschuldigen ganz zu Schweigen.

Fast wie ein Traum erschien es, die Insel viel realer als dieser Krieg. Und doch bewies die Anzahl der Fremden hier in Izlude, der Heimat, das Gegenteil.

#3 Ashielf Pi

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 107 posts

Posted 19 May 2015 - 09:37 PM

[Arhat – Rückblick Schiffsfahrt zurück ans Festland (Resttag 5)]

Zurück in den Kojen ruhte sich der Mönch aus und sammelte seine Kräfte für den kommenden Tag. Entsprechend der schieren Grösse des Kriegsschiffes waren auch die Kojen geräumiger und so konnte er sich eine aussuchen, die noch leer war.

Es vergingen einige Stunden, die Arhat in tiefster Meditation verbrachte. Seine magischen Kräfte kehrten langsam wieder zurück und so auch seine Anima Sphären. Zusammen gingen sie die vergangenen Ereignisse durch. Und besprachen auch die Zukunft. Schliesslich war ein Krieg nicht etwas, in das man unvorbereitet hinein gehen sollte.


D̛̻͎͖̗̣͈̪͍͉̒͊̓̿͛̀̈́̚̕ͅU̢̜̜͈̣̙̪̦̮͛̾̔̈́͆̈́͂͌̀̕͜ ̙̩̞͕̟̣̰̣̘̟̔̇̒͆͛̉͌͑̚͝H̢̧̟̪̻̣̤̻̲̐̑̀̅͐̿̊̉͜͝͠A̙͕͉̥̬͎̻̣̣̲͌̀̾͗̄̍͌̊̇͗S̡̧͙̟̲̥͓̟̹̘̀̓̉̂̒͋͋̈́̈́͘Ţ̛̹͚̝̞̟̩̭͚̻̽̃̿̑̇̀͆̿͒ ̢̘̯̟͉̤̳̘̘̳͌̄̃̅͑͋͋́͐̍D̰̩̭̲̺̖̝̩̘̠̉̃͌́̓̎̈́͗͠͝Ā͓̲̬̠̣̖̲̣̝͎̿̄̆͌̽̾̈́̋̈S̨̫̳̣̮̜̭͙̖̮͗͂̓̈́͗̀͑͗̀͠ ̜͙̠̜̹̻̥̺̮̞͊̉̂̀̃̈̋͂́̿G̡̝͓͎͇̝̱̞͖̈́̍̈́̔̂̆̅̚̚̚͜Ȇ̛͔̤̟̮͕̟̘̻̮͚͐̋̉͆́̍͑͝L̡̹̲̙̰̰̩̩̹̏̎̓͐̓̓͋̽̈́̀ͅD̞̗̟̯͎͔̪̺̪̥̋͋̈̃̍̓̾̃͘̚


Eine Stimme sprach zu ihm. Es waren nicht die Sphären und doch schien es so.


D̫͍͖͕̮͕̰̼̼͎̂͌̏͑͒͋͂̅̆̇Ú̧̼̱̰̳̙̲̟̪͚̊̄̓̅͊̃͐͐͝ ̡̰͔̙͖͉̯̝̖̉̅̍̎̀̆̈́̄̈́͝ͅW̧̢̛̲͚̩̪̙̙̭̤̉̓͌̿̅͗̌̈̚E̡͚̭̣̥̱͇͙̯̬͑̀́̉̇̔͂̍̕͝Ì̧̦̱̖̻͔̘͕̠̗́̎̑̃̐̒͌́͆S̡̧̯̬̗̺͔̞͎̞̔͐̓̓̓͗̋́̕͝S̛̖̫̖͈̰̘͔̫̹͔̀͐͆͌̃͗͛͠͝Ṫ̜̯͕̘͍̘͉̰͆͂̍̅͌̃́̒̈́ͅͅ ̡͎̳̼̟̳̥̼͚̼̏̈̂̋̾̈́͗͊͘̕Ẉ̛̛͎̤͕͉͇̗̘̻͖͗̐̆̃̔̚̕̕Â̧̟̤̮͇̹̻̠̒́̐̿͆̒̈̄͜͠ͅS̨͖̣͉̹͈̭̬̒̒̅̍͒̈̆̀̚̚͜ͅ ̧̛̺̻̻̤̘̳͚̟̜́̋̐̀̅͆̐͐͗D̩̭̱̙͕̩̞̹̻͗͗̄̉͐̊̾͗̽̅ͅU͍̩͉̬̰͇̠̹͔̇̋͗̇͑̈̓͊̓͝ͅ ̞̲̭̮̪͎̰̤̖̈́̍̇̂̀͋̏̿̚͜͝D̨̢̛̛͇̭̞̞̮̞̬̺́̔̈̃̊̅͝͝A̡̭͚̘̦̠̖̹̟̠̽̇͌̓̉̑̊̉̚͝M̢͎̦͉̙͚͍̺͓̘̌̏̿̈̓̏̈̅̕̕Ȉ̖̞̭͚̪̝͔̫̙̈́̀͆̽͛́̅̒̕ͅT̛͉̲̻͎͈͇̩̯̼̅͗͌͛̐̈́̕͝͝ͅ ̮̤͍̣̦̪̙͎̭̙̓̽̔̉͋̾̚͝͝͝T̡͉̥̻̹͓̦̜̬̱̅̎̿͛̈́̑̀͒̋͘Ų͕̝̱̹̫̻̥̞͙̊͌̔̈́̆̆͆̌̾͝N̼̯̩̫̫̦̲̱̐͐̽̈̄̌̋̔̿̾͜ͅ ̢̝̼̠͇̞͙̰̺̝̀͌̄͋̌̈̇̐̚̕S͎̟̻̣̻̹̩̹̗̽̆͋̈́͂̔́̒̎̚ͅǪ̺̯̪̗͉̹̗̂̏̄͋̒̽̎̈́̅͜͠ͅL̤̙͇̪̣̤͔̱͓͑́͑̈́͑̊̏̚͜͠͝Ĺ̢̗͎͖͙͍̜̰̦̪̉̔͌͋͐͌͋̚͝S̨̨̰̘̩̭̣̳͉̋͐̆̍̈́̈́̈́̍̇͗ͅT̺͉̱̰̦̘̲̥͙̼̑̇́̈́̆̍̔͠͝͠


Eine altbekannte Stimme. Eine wohlwollende Stimme.


D̨̡̧̛̲̦̩̭̘͔̼̎͛͐̽͌̈̑́̆Ử̛͓̺͍͎̯̘͍̲̺̪̊͋͊̌̒͊͘ ̱̥͕̲̹̥̰͎̦̜̋̋̈́̿̈́̔̈̎́̕H̢̞̫̙̮̥̥̲͈̠̐́́̏͗̈̔̔͠͝Ą͔̞͖͖̪͕̣̭̞̄́̿̂̌͌̌͂͝͠Ś̲͉̰̩̮̖͈̙̝̠̎̐̅̋͋͛̐̈́͠T̢̡͚͚̹͇̟͇̭̙̎̋̈́͗̃̊̂̉̍͘ ̢̞̹̮̖͔̖̲̱̽͐͛̂̃̈̉̕͝͝ͅŜ̲̝̺͖͖̗͔͈̞̥̆͆͆͂̃̓̇͘͘Ǫ̡̡͚̳̺͕̫͍̱͒̐̈̐̒͂͛̂̿͠ ̧̢͎̭̼͓̜͍͈͗̄̇̂͋̌̈́̍̌̍ͅV̫̙̖͕̺̯̙̟̻͈̾̿͌̓͂͒̏͌̆͛I̝͕̺̣̦͙͕̦̫̪͌͆̑̀̄̿͆̐̕͠E̘̣̝͈̟̥̤̙͓̥̔̉͊́̀̌͊̍̚͝L̨̨͈̥̺̪̜͉͕͍̾̆͗̽̅̉͒̒̃̚ ̡̭͚̦̪͔̦̫̩̩͊̾̀͛̈́͑̓͂̓͠Ü̡̥͓̼̙̣͎̮͓̱͆͆̈̿̔͒͐̂̌̕B̤̩͈͈͎͈̱͇̲̒̎̎̂̋̆̒͑̔̚ͅË̛̦̣̬̻̺̞̣̥̦͓́̀̂̒̈́͌͋͊̕R͕̲͕͇̩̫̦͈̻͕͊̓̄̆͋̑̑̎̃͝S̳̫̙̳̥͎̘͓̮͆̈́͒̀̔̽̍́̕͝ͅT͚͎͔͕̰̤̙̼̯̈́̽̇͗̎̍̀̆͗͆ͅÀ̢̧̘͕̲̞̭̤̗͌͌͒͐̇̈́̄̐̀͜Ǹ͙͈̝̹̖̬̤̙̝̓̓͌̀̊̽̐̄̇͜D̙͚̪͉͚͈̟̮̲̥̓͂̽̈̔̾̃̕͝͠E̡̧̛̳̻̯̰̰̰̺̳̎͂̋̈́̀͋́͘̕Ṅ̼̥̞̘͚̙͉̣̞̗̋͛͋̈͒̀̂́̄ ̢̨̬̮͉̭̞̪̖̆̆̾̈́̿̉͌͛͜͝͝F̫̥̰̙͎̳̙̞͍͖̓̄͐̐̈́̈́̓̌͘͝Ų̢̗͎̝͍̱͈̜͔̈̀̐͂͗̔̓̇̏̽͝R̨͕̩̠̻̪͇̬̰͔̀́͗̅̌̌̏̒͊̚ ̜̱̺̗͇͕͙̠̯̀̽̾̍͛̓̈͑̔͜͝D̨̢̧̘̫̙̣̮̫̫̄̑͌̆̂̆̐̓̚̚I̛̻͎̱̤̺̱̞͈̥͉͛̈́̃͊͆̿̈́̄̓È̛̼̺̳͕̼̟̳̩̪͖̃̀̆́̒̋̑͝S̛͕̖̟̳̟̥̪͔͚̦͒̐̄̍̄̏͋͆͘Ȩ̨̟̹̖̰̝̖̟͂̎͂̌̀̎͆̔̈͜͝N̡̲̗͓͙͉̗̖͍̝͆͑͊̀̉̂̇̎̽͘ ̢̨͈̭͍̬͇͖̘̝͗̋͐̓͊́̈̕͠͝M̛̺̹̠̘̟̗̰̼̳͎̈̈́̈́̂̅̑̑̐̐O̢̧̖̜͓̜͓̤̝̲̐̾̒͐͑͌̂̃̾͠M̢͍͚͖̳͔͕͍̫̲̒͐͛̔͑̏̄̂́͠Ĕ͎͍͇̥̬̯͍͍̮̎̆͛͐̊͗̒͘͠ͅN̻̝͕̭̖̬̎̒͌̎̐́̉͌̚͜͜͜͠ͅT̨̝̫̰̤̗͍̱͇̄͊͆̑̓́͌̋̆͜͝


Er hatte wirklich viel erreicht. Und schliesslich war Arhat nur aus diesem Grund dem Global Project beigetreten.


F̡͈͙̮̱̹̣͚̯͌͌͗̀̓́͐͂̚͜͝Ụ̺̮̰̳̤̞̱͍̈̒̌̋̆̅̈́͑̒͋̚ͅḨ̧̛̹͕̮̬̳̮̬̥̌̀̋̀͗̋͒͝͝R̨͎̼̱̫̭̳̝̼̈́̒͗͒̾̃̈́̌̉̚ͅE̡̖̘̘̭͎͖̘̥͙̋̌̒͆́̏̎̚͘͝ ͍̰̪̹̺̦̻̠͉̬̈́̈́̊̇͋̆̑͂̕͝D̛̻̣͇̰͓̼̼̼̺̤̃̒͆̏͛̓͒͗͠E̡̖̫̬̭̤̫̹̣̗͐̀̇̑̈́̐̀̒̽͝Ĩ͔̬̗̰͖̯̩̜̍͛̒̈́͌̋͑̌̌͜ͅN̫̝͈͖̝͈̲͈̰̯̋̓̏̐̌̏̾̐̒̉ ̢͉̲̥͕̥̹̜̫̟̏̔̐͗͊̑͘̕͝͠Ẃ̢͉̘̤̮̤̤̝̙̞̇̃̀̏͒́̈́̄͝E̢̡̨̤͕͕͚̣̭̓̃̇͒̃͂̆̈̓̉ͅR̡̜̬̜̮͚̙̯̗̥̐̀̔͛͌̓͋͑̓͝K̝̻͈͈̪̹͍̪̹͕̎̃̌̎͐͛͋̉̅́ ̨̤̮̖̟̖̗͕̖͇̀̈́̾̀̓́̂͌̚͘F̡̧̡̱̹͍̣̤̱͂̄̊͗͑̾͊͐͜͝͝Ỏ̟͉͚͉̻̥̖̺̮̝̎́̐̂̀̃̀̕͘R̡̼̤͉̼̮̪̞̮̙͆̔̀͛͗͆̈́̈̚͘Ț̡̨̛̲̩̟̲͍̝͈͋͂̓́̿̑͗̇̐


Es musste so sein. Damit konnten alle Probleme gelöst werden. Keine Kriege mehr. Er beendete seine Meditation und ging zu Bett. Morgen würde ein grosser Tag werden.


[Arhat – Hafen von Izlude (Tag 6, Morgen)]

Der Mönch trat ausgeruht aus seiner Kabine und erblickte vor seinen Füssen ein gut verschnürtes Paket. Ein Zettel war daran befestigt, den er aufnahm und sorgfältig lass. Es war von Faran. Er hatte am Abend zuvor noch den Greif mit einigen Helfern in der Küche auseinandergenommen und einen wichtigen Teil des Gerbprozesses bereits vollführt. Auch die Federn waren in der Holzschachtel enthalten.
Bevor sich die Gruppe aufspaltete, bedankte er sich noch beim Baumhünen für diesen Dienst und auch für das leckere Abendmahl am Vortag.

Izlude sah aus wie immer - zum Glück. Anscheinend war der Angriff wirklich nur auf Prontera beschränkt gewesen, was den Schaden dort aber nicht weniger gravierend machte. Bevor er sich von der restlichen Gruppe verabschiedete, erklärte er seinen Kameraden, dass sie ihn in der Abtei nordöstlich von Prontera finden würden. „Aber erst in einigen Tagen. Durch die Unruhen muss ich einige andere Dinge zuerst erledigen“, mit diesen Worten schritt er Richtung Hauptplatz. Er begutachtete die aufgestellten Zelte der Republik, bevor er sich zur Kafra begab. Mit der altbekannten Freundlichkeit beförderte sie ihn nach Prontera. Er wollte sich zuerst die Stadt ansehen und zudem musste er noch sein Preisgeld abholen, bevor er es überhaupt verwenden konnte.

Auf dem Weg Richtung Zentrum machte er sich zuerst selbst einen Überblick über die Stadt, bevor er eine Stadtwache zu den Geschehnissen der letzten Tage befragte. Relativ schnell hatte er einen Überblick über die Gesamtsituation. Doch keine Worte konnten das erfassen, was die Anwohner selbst durchlebt hatten. Es musste endlich ein Ende gefunden werden. Einen Weg, um Kriege aus der Welt zu schaffen.

Der Mönch schnappte auf, dass um 10 Uhr eine Volksversammlung angesetzt war. Er würde dort sein. Hören wollen, was der König selbst zu sagen hatte.

#4 Wave

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 181 posts

Posted 21 May 2015 - 05:12 PM

[Ramka # Schnelldurchlauf oô # RC HQ, Tag 5 Mittag -> Tag 5 tiiiiiefe Nacht]


Der Weg aus dem drohenden Inferno war sonderbar einfach gewesen: Ein Aufzug in die Freiheit.

Auf dem Weg weiter hinunter in diesem Gebäude kam die kleine Gruppe auch an dem Raum voller Schriften vorbei. Man trat kurz hinein um sich umzusehen. Nicht dass man jemanden vergaß, der hier noch lag! Ramkas Tasche wurde ein klein wenig voller. Eine der Zeichnungen hatte ihr Interesse geweckt. Zügig machte man sich jedoch wieder auf den Weg.
Beim Anblick von Jasminkos Kopf stockte die Scholarin im ersten Moment. Warum war dieser Kopf scheinbar lebendig? Wie konnte er sich bewegen oder gar Luft holen? Ihr Unglaube spiegelte sich auf ihrem Gesicht wieder und sie behielt den Kopf die ganze Zeit über im Auge. Der Anblick seines sich selbst bewegenden Körpers erinnerte die Magierin an die Wächter in Glastheim oder an jene untoten Wesen in den Tiefen von Niffelheim. War dieser Mann ebenfalls solch ein Wesen?
Krümels Todesschrei begleitete die Gruppe noch lange und Ramka ballte ihre linke Hand zur Faust. Wie konnte man nur so mit Leben umgehen? Immerhin fand dieses Wesen seinen Tod in den Flammen. Nicht wie jenes Wesen in den Tiefen des Juno-Dungeons, das sich immer wieder selbst regenerieren konnte, egal wie oft man es vernichtete. Ramka hoffte inständig, dass die Forscher auf dieser Insel nicht auch jenes Geheimnis lüften konnten. Ansonsten würde diese Insel für alle Zeit von Krümels Launen abhängen. Unbewusst schob sie die Schriften tief in ihre Tasche. Was auch immer in diesen Berichten drin stand, könnte Grund genug für Jasminko oder Llama sein, sie des Verrates zu verdächtigen. Doch weshalb sollte man Fehler der Vergangenheit immer wieder durchlaufen, nur weil man das Ergebnis vernichtete? Nein, dies konnte sie nicht zulassen!

„Hast von alle dem hier gewusst? Sind wir absichtlich auf dieser Insel hier gelandet?“ Junos Frage ließ sie aufhorchen. Der Gestank der Umgebung war unglaublich mächtig und raubte der Scholarin fast die Besinnung. Gut, dass sie einfach nur hinter der Gruppe hergehen musste. Lediglich die kleine Begleiterin von Uljas ging hinter ihr. Warum sie nicht bei dem zerlumpten Seemann war, wusste die Scholarin nicht.
Draußen erwartete sie der Rest der Gruppe, samt Llama. Gerade hatte Ramka gedacht, dass es nicht mehr schlimmer kommen konnte, da trat ein seltsam goldener Ritter aus den Toren des Schiffes. Sein Auftritt war schnell erklärt und in Ramkas Blick mischten sich Sorgenfalten. Wenn Arunafeltz Prontera angegriffen hatte, mussten sie irgendwie dorthin gelangt sein!

Als die Scholarin das Schiff betrat, war keinerlei Furcht oder ähnliches in ihrem Gesicht zu lesen. All dies verschloss sie hinter einer Maske. Keinerlei Furcht zeigen. Gerade bei so vielen fremden Kriegern war ihr dies wichtig. Im Besprechungszimmer bestätigte sich ihr Verdacht zu Jasminko. Doch wenn er ein untotes Wesen war… wie konnte man ihn dann heilen oder gar seine magische Kraft zurückbringen? Die Scholarin verfolgte seinen Monolog neugierig.
Er schloss ab mit einer Frage in die Runde. Ob man schon Pläne für die Zukunft habe. Für Ramka war dies im weitesten Sinne klar: Sie wollte wissen, was aus Juno und der Bibliothek geworden war. Auch wollte sie in einem ruhigen Moment – nicht auf dem Schiff oder sonstwie in seinem Einzugsbereich –über die eingesteckten Schriften mit ihm reden. Zuvor allerdings würde sie diese selbst lesen. Je nachdem welche Informationen darin enthalten waren, wäre ein Gespräch sinnfrei.
Mit magischer Sicht betrachtete sie das Verschmelzen von Kopf und Körper des Untoten. Die Fäden der Magie schlängelten sich ineinander und verschmolzen miteinander. Warum dies so geschah, wusste sie nicht. Wahrscheinlich hatte es damit zu tun, was dieser Körper nun genau war. Es würde mehrere Untersuchungen geben müssen, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Allerdings befürchtete die Scholarin, dass Jasminko dies nicht zulassen würde. Sie schmunzelte, als sie ihren Blick wieder aus dem arkanen Raum zurückzog.
Bei der Erwähnung eines Geldbetrages, horchte die Scholarin auf. Eigentlich hatte sie sich der Gruppe angeschlossen, um von Amatsu wegzukommen. Von einem Preis für die Reise hatte sie nichts gewusst. Nun, je nachdem was in den Schriften stand, würde der Wert des Geldes größer oder kleiner aussehen. Doch falls wirklich etwas in Juno geschehen war, würde sie das Geld dazu verwenden die Bibliothek oder die Stadt wieder aufbauen zu helfen – falls der Betrag groß genug war. Ansonsten würde sie sich neue Kleidung besorgen. Ihr aktuelles Gewand war mehr als durch!

Nach dem Abendessen, für das sie dem Baumwesen insgeheim dankte, ging sie auf eines der ihnen zugewiesenen Zimmer. Die Tür hatte sie verschlossen. Dann setzte sie sich mit dem Rücken zur Schiffswand auf das Bett und begann die eingesteckten Schriften auszubreiten. Sie hatte bis morgen früh Zeit um diese zu lesen und sich eine Meinung dazu zu bilden.

Jedes literarische Werk steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Figuren~


#5 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 22 May 2015 - 10:15 PM

[Hlynur Jasminko - Izlude -> Prontera (Tag 6, früh morgens)]

Die Oberbefehlshaber Hlynur Jasminko und Eldras Moorgana entstiegen zusammen mit ein paar Soldaten aus Schwartzvald dem Kriegsschiff schon kurz nachdem es in Izlude angelegt hatte. Hlynur erinnerte sich noch gut, wie er vor ein paar Jahren zum Schwertkämpfer ausgebildet worden war. In dieser Stadt, deren Hauptplatz nun zu einem Arm eines ausländischen Heeres geworden war.
Am Vorabend hatte er sich mit seinem Kollegen ausgetauscht. Er hatte ihm alle Geschehnisse auf der Insel offengelegt und im Gegenzug von dem Angriff auf die Hauptstadt Prontera erfahren: Die Luftschiffe, die die Attacke eröffnet hatten, waren offenbar in Veins gestartet, zumindest waren sie aus dem Westen gekommen und kurz nachdem sie die südlichen Gewässer von Glastheim passiert hatten von der Regierung registriert worden. Diese hatte anschliessend versucht, Kontakt mit den Luftschiffen aufzunehmen, vergebens. Befürchtungen waren selbstverständlich früh gesprossen. Bevor sie einen Plan hatten angehen können, um sie festzusetzen, waren die ersten Kanonenschüsse seitens Arunafeltz erschallt.
"Für den Moment haben wir gewonnen," unterstrich Eldras ernst, "Doch das ist erst das erste Kapitel gewesen. Wer weiss, was Arunafeltz zu erreichen gedenkt!?"
König Riwalon wollte in nicht allzu ferner Weile zu seinem Volk sprechen. Seine Worte würden die weiteren Schritte umfassen. Hlynur wusste noch nicht so ganz, was er von ihnen halten sollte, doch eine Alternative hatte er auch nicht parat. Diese Lösung schien tatsächlich geeignet zu sein und sie war über die Tage hinweg sicherlich mit allen Parteien ausdiskutiert worden.
Die Frage blieb: Warum hatte Arunafeltz Prontera angegriffen?
Sie liessen sich zusammen mit den Soldaten durch die Kafra Services nach Prontera teleportieren und das wahre Ausmass führte sich ihm vor Augen. Er konnte es kaum fassen, der ganze Westen der Stadt war dem Erdboden gleichgemacht worden. Mit klirrenden Knochenhänden wurde er von einem eiskalten Schauder umarmt und er wollte sich schon weiter umsehen, doch er wurde zurückgehalten. Eldras legte ihm die Hand auf die Schulter und sprach: "Das Volk braucht die Regierung. Und die Regierung braucht dich." Es blieb keinerlei Zeit, um sich ein vollumfängliches Bild zu formen. Sie mussten sich mit dem kommenden Kapitel auseinandersetzen.
Sie brachen auf, Richtung Regierungssitz, der sich von der Attacke unberührt im Norden erhob und sie bereits erwartete.
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#6 nEmai

    Drops

  • Members
  • PipPip
  • 81 posts

Posted 24 May 2015 - 02:07 AM

[Jonah | Schiff, Hafen Izlude | Tag 6, früh am Morgen]

Ein kurzes aber knackiges Abenteuer war mit der Verabschiedung durch Jasminko zu Ende gegangen. Ich hatte in sein Angebot, die Vergissmeinnicht-Murmel anzunehmen, eingewilligt. Auch wenn ich das Prinzip nicht ganz verstanden hatte – denn wenn ich die meine zerbrach, konnten die anderen sehen wo ich war – angeblich. Gewissermaßen war sie also ein einmaliges Oneway-Signal – ähnlich einer Leuchtrakete. In wie fern es einer Kommunikation dienlich war, war mir aber nicht klar.
Wie dem auch war, ich verließ das Schiff kurz nach dem Anlegen, denn an Bord hielt mich nichts mehr. Meine sieben Sachen, oder das was mir davon geblieben war, hatte ich gepackt; von den Leuten, mit denen ich Kontakt gehabt hatte, hatte ich mich verabschiedet und bei den weitern kümmerte es mich auch nicht weiter. Mein nächstes Ziel war nun die Hauptstadt Prontera – zum einen als Sensationstourist, zum anderen um meine mir versprochene Belohnung abzuholen. Doch meine ersten Schritte an Land führten mich nun durch Izlude, durch die verwinkelten Gassen am Hafen. Auch hier konnte man die Auswirkungen der Ereignisse sehen. Bereits im Hafen selbst. Dort lag, völlig untypisch, noch ein weiteres schweres Kriegsschiff. Normal lagen hier die kleinen Fischernussschalen vor Anker, hatte ich mir sagen lassen. Am Marktplatz, über den ich nun gerade schritt, waren außerdem Zelte aufgestellt, die Soldaten beherbergten. Gleich daneben ein Lazarett. Die Lage schien sich jedoch vorerst wieder etwas beruhigt zu haben. Man stand hier mehr in Bereitschaft als in akuter Kampfhandlung. Schöne Zeiten brachen an, ich schüttelte den Kopf. Insgesamt war es dennoch ein großartiges Gefühl wieder an Land in bekannten Gefilden zu sein – auch wenn der Eindruck etwas getrübt war.
Die Stadt war sehr klein, nur kurze Zeit später verließ ich sie über die einzige Brücke in westlicher Richtung. Ich hatte mich gegen einen Teleport durch den Kafra Service entschieden. Zum einen da das, was ich an Geld dabei gehabt hatte, zusammen mit der Aegir untergegangen war und zum anderen weil Prontera nur einen Katzensprung entfernt lag und ich die Gelegenheit zu einem morgendlichen Spaziergang nutzen wollte. Vielleicht lief mir ja auch hier schon die eine oder andere Information über den Weg – auch wenn ich es nicht glaubte.



[Emilia | Schiff | Tag 6, Morgen]

Es herrschte bereits geschäftiges Treiben an Bord des Schiffes, als die Händlerin erwachte. Sie wusste nicht wie spät es war, konnte jedoch durch das Bullauge in ihrer Koje sofort sehen, dass man bereits im Hafen angelegt hatte. Schnell erhob sich Emilia und zog sich an, packte ihre Sachen zusammen. Vieles hatte sie auf ihrer Reise zurücklassen müssen, doch gravierende Verluste hatte sie vermieden. Mit Ausnahme ihrer Berufskleidung vermisste sie nichts – denn sie stand nun immer noch im Gewand einer Oboro da, was ihr eigentlich nicht erlaubt war. Weit ab der Gesellschaft war dies kein Problem gewesen, doch nun sah sie wohl besser zu, dass sie sich wieder ihres Standes gemäß kleidete.
Einige Minuten später, hatte sie soweit gepackt, dass sie ihre Koje verließ. Als sie die Tür öffnete, stieß sie fast mit Uljas zusammen, der offenbar auch im Begriff zu gehen war, dicht gefolgt von Tea. Sie musste zurückdenken, wie sie sich mit den Beiden eine Koje geteilt hatte. Ein lustiges Duo waren die zwei. Sie verabschiedete sich von beiden – doch Tea schien sie immer noch nicht so recht zu mögen.
Auf dem Weg durch das Gewirr von Gängen traf Emilia auch auf Meriban – sie hatte am Abend zuvor zufällig von ihrem Plan, mit Roy nach Arunafeltz zu gehen, erfahren, sprach sie nun aber nicht darauf an. Eigentlich hatte sie immer einmal in die Richtung wollen – doch jetzt da offenbar der Krieg ausgesprochen wurde, wusste sie nicht mehr, was sie noch davon halten sollte. Ohnehin wollte sie jetzt zu allererst nach Alberta zu ihrer Familie und dort nach dem Rechten sehen – auch wenn sie sich auf Grund der Abgelegenheit Albertas keine zu großen Sorgen machte.
Als Emilia gerade das Schiff verließ, wurde sie von Sari, die ihr hektisch hinterher lief, aufgehalten. „Warte einen Moment!“, rief sie ihr hinterher, worauf die Händlerin sich fragend umdrehte. „Hier, das soll ich dir von Jasminko geben“, meinte sie und gab ihr eine seltsam anmutende Murmel. „Damit können alle, die an der Mission teilgenommen haben, in Kontakt bleiben.“ – Emilia nahm das Artefakt dankend an und machte sich darauf schnellstmöglich und ohne weitere Umwege auf zum Kafra Service. Sie würde den schnellsten Weg nach Alberta nehmen.
Keihaku
nEmai

#7 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 24 May 2015 - 11:14 AM

[Faran - Kriegsschiff, Hafen von Izlude (Tag 6, morgens)]

Der Baumhüne vom Stamm der Sapha lugte verwundert auf, als ihm Sari durch den Flur eilends entgegenkam.
"Entschuldige meine Neugierde, aber was eilt denn?," fragte er interessiert. Sie reduzierte ihr Tempo und lief erschöpft auf ihn zu, wobei sie antwortete: "Ich suche Hlynur Jasminko."
"Hlynur Jasminko hat das Schiff bereits verlassen," erklang die Antwort von hinter ihr und die Priesterin fuhr herum. Meriban stand hinter ihr, zusammen mit Rincewind Wetterwachs und Markos, der wie die anderen heilfroh war, war er nicht auf der Insel vergessen worden. Meriban hatte sie wie versprochen abgeholt.
"Ich habe ihn verpasst," erfasste Sari. Dabei war sie doch nur kurz Emilia nachgejagt, um ihr die Murmel zu übergeben und nun hatte sie ihn verpasst. "Vielen Dank," sprach sie und eilte weiter, noch rufend, "Wir sehen uns hoffentlich wieder!"

"Faran," richtete sich Meriban an den Hünen und dieser musterte sie, als sie ergänzte: "Willst du uns nicht begleiten?" - "Entschuldige, dass ich nachfrage," erwiderte er irritiert, "Wohin begleiten?" - "Ich mache mich zusammen mit Rincewind Wetterwachs, Markos und Roy auf, um das Rätsel des Gefängnisses des letzteren zu lüften," antwortete sie, "Aber wir sind uns noch uneinig darüber, wie wir das Eisgebilde transportieren wollen." Sie begutachtete ihn. Sein Bein war mittlerweile vollständig nachgewachsen. Beeindruckend. Ob er schon ein eigenes Ziel hatte, in die Neue Welt zurückkehren wollte?
"Es tut mir leid," eröffnete er, "Aber ich habe beschlossen, eine Weile in der Küche dieses Schiffes auszuhelfen." - "Das ist in Ordnung," lächelte sie, "Wir werden schon eine Möglichkeit finden." Die Reise gestaltete sich also schon vor Aufbruch mit Hindernissen.
"Nun denn," verabschiedete sie sich, "Leb wohl." - "Lebt wohl," nickte er schmunzelnd, "Freunde."
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#8 Daishi1986

    Drops

  • Members
  • PipPip
  • 76 posts

Posted 28 May 2015 - 01:26 PM

[Daishi - Prontera - Tag 6 in der Früh]

Es war ein Durcheinander, auch jetzt noch wo der eigentliche Angriff vorbei war.
Doch er hatte tiefe Spuren hinterlassen und es war bei weitem nicht so einfach durch die Menschen, welche hier und da lagen zu gelangen, auch wenn die wenigsten körperlich verletzt zu sein schiene als vielmehr, dass sie sich in einem Schockzustand befanden.
Ich schaffte es nach einer wie eine Ewigkeit anmutenden Zeit hinauf in en Nordwesten der Stadt. Ich musste sehen, wie es ihnen ging, meinen Kameraden und Freunden. Musste es mit eigene Augen sehen.

Wie lange ich dagestanden hatte, wusste ich nicht mehr. Das Gebäude der Rittersgilde sah schlimm aus. Nun gut,es war wohl ein Wunder, dass es überhaupt noch existiere, auch wenn es der Gilde länger nicht mehr dienen würde - es fehlte mehr als noch da war.
"Ziemlich schlimm, nicht?", hörte ich eine Stimme, schmerzverzerrt.
Ich drehte mich halb um und sagte: "Du siehst schlimm aus. Darfst Du schon auf den einen sein?"
Eine abwinkende Geste. Wen interessiert's?"
"Mich"
"Ja,aber außer Dir. Es ist Krieg. Du weit, was da heißt"
Ich nickte nur. Ich wusste es in der Tat.
"Wen hat's noch erwischt?", fragte ich. Die Antwort war sicher nicht angenehm...
"Wen nicht?", wich Amy aus und lachte kurz auf, aber nicht lange, bevor sie husten musste. Ein wenig Blut kam hervor. "Ach verdammt..."
Du warst noch nie gut in der Selbstregeneration. Hast bist jetzt auch keinen Priest aufgesucht, ne?"
"Ach, lass mich mit denen n Ruhe", knurrte se nur, "die haben andere um die sie sich kümmern müsse".
"Was ist los?"
"Es hat Andrew erwischt"
"Scheiße". Mehr konnte ich nicht sagen. Sie zu fragen, wie es ihr ging, konnte ich mir auch sparen. Er war einer ihrer besten Freunde gewesen - und einer meiner.
"Komm, wir gehen wieder - hier gibt's nix zu sehen und Du musst sowieso helfen"
"Hm?"
"Die Peco's hat's weniger erwischt als die Pfleger. Rate mal, was jetzt machen darfst. Und nebenbei kannst Du mich dann tragen".
"Klar, als ob Du Dir das nicht schon lange gewünscht hättest". Galgenhumor. Es war Krieg und man musste weitermachen. Er war notwendig. Wenn dies hier vorbei war, dann vielleicht....
"Mund zu und tragen" sagte sie, als sie gegen mich sackte.

#9 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 28 May 2015 - 06:45 PM

[Hlynur Jasminko - Prontera, Regierungsgebäude (Tag 6, morgens)]

Es war perfekt, dass sie ohnehin zum Regierungsgebäude mussten. Als sie angelangten, veranlasste er sogleich, dass die Belohnung für alle Teilnehmenden der Global Project Mission bereitgelegt wurde. 10 Millionen Zeny für jede einzelne Person, wie es ausgeschrieben worden war. Es würde jedoch eine kleine Weile dauern, das Geld bereitzustellen. Man hatte nicht mit einer solch raschen Rückkehr gerechnet. Frühstens um Mittag würden sie das Geld in grossen Noten abholen können. Bei Bedarf würde es auch an einen bestimmten Ort geliefert werden. Da der Zugang im Schloss eingeschränkt war, wurde für diese Aufgabe ein Soldat beim Eingang zum Schloss bereitgestellt.

Jasminko nahm sich auch noch eines zweiten Soldaten an. Er hatte nämlich auf dem Weg zum Schloss realisiert, dass die Peco-Stallungen bei der Rittersgilde im Nordwesten durch den Angriff zerstört worden waren. Er machte sich grosse Sorgen um sein Reitpeco Chan, doch konnte er sich unmöglich von seinen Pflichten abwenden. Da er zudem in Erfahrung brachte, dass keine Opfer unter den Reittieren bekannt waren, beauftragte er lediglich diesen herbeigerufenen Soldaten, nach seinem treuen Gefährten zu sehen.
"JAWOLL, OBERBEFEHLSHABER!!," salutierte der Soldat. Jasminko schüttelte amüsiert den Kopf. "Bitte. Nenn mich Jasminko."

Er schaute dem Soldaten noch hinterher und wurde dann von Eldras Moorgana weitergeführt. Sie marschierten an abgesperrten und bewachten Durchgängen vorbei und waren auf dem Weg zum König höchstselbst, der sich auf die Rede zum Volk vorbereitete.
"Du wirst bei der Rede ebenfalls anwesend sein," unterstrich der Meisterritter, "Das ist von höchster Wichtigkeit." - "Wie schaut es mit ihm aus?," erkundigte sich der Crusader, den letzten Oberbefehlshaber in ihrem Dreigespann meinend, "Ist er nicht verfügbar?" - "Doch, auch er wird anwesend sein." - "Ich verstehe," erwiderte er, "Geben wir unser Bestes, um die Sicherheit des Königs zu gewährleisten!"
Er machte noch zwei Schritte, stoppte dann. Wandte sich um, Eldras hatte plötzlich angehalten. Der Ritter musterte ihn durchdringend, als würde er sich überzeugen wollen, ob er missverstanden worden war.
"Gibt es ein Problem?," fragte Jasminko schliesslich und Eldras antwortete: "Es geht nicht um die Sicherheit des Königs. Ich bezweifle, dass der König das Ziel von Arunafeltz gewesen ist. Das Regierungsgebäude steht erhaben wie immer. Arunafeltz hat gezielt die Stadt angegriffen, nicht dieses Gebäude." - "Das ist mir ebenfalls aufgefallen," entgegnete er, "Was das wohl zu bedeuten -" - "Es geht um dich." - "Um mich?" - "Hlynur Jasminko," sprach der Meisterritter, "Hast du denn die Blicke in der Stadt nicht bemerkt? Es sind nicht die Blicke eines Volkes gewesen, das in Sorge zu ihrem Beschützer aufschaut. Der Angriff auf die Stadt. Er hat sich am Tag eurer Abreise und nach dieser ereignet. Und der Angreifer ist niemand geringeres als deine Heimat gewesen..." Er machte eine kurze Pause, liess seinen überrumpelten Gegenüber die Leere schlucken und fuhr schliesslich fort: "Der König glaubt daran, dass du nichts damit zu tun hast. Er stellt auch dich auf, um dieses Vertrauen dem Volk zu vermitteln, denn das Volk schaut zu ihm auf. Deshalb reichen er und ich nicht aus, deshalb wirst auch du bei der Rede aufgestellt."
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#10 Wave

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 181 posts

Posted 28 May 2015 - 07:00 PM

[Ramka # Tag 6 # Morgens, 8:10 Uhr # Izlude]

Ein Klopfen an der Tür, ließ die Scholarin aufwachen.
Als sie sich aufrichtete, sah sie die Unterlagen auf dem kleinen Beistelltisch liegen. Auch das kleine Lederbüchlein, das ihr in der vergangenen Nacht Kopfzerbrechen bereitet hatte. In Gedanken ging sie die handschriftlich geschriebenen Wörter erneut durch. Was dort an Informationen stand, war nicht so wie die anderen Sachtexte, die sie aus dem Labor eingesteckt hatte. Je nachdem wie man diese Rezepte verwendete, könnte man viel gewinnen… aber auch genau so viel zerstören…
*poch poch*
Die Scholarin wurde aus ihren Gedanken gerissen. Müde ging sie zur Tür, schloss auf und öffnete. Davor stand ein ihr bekanntes Gesicht: Sari. Sie stemmte ihre Arme in die Seite und schaute sie missbilligend an. „Es ist kurz nach 8 und du schläfst noch? Ich dachte schon du wachst garnicht mehr auf...“
Ramka zuckte mit den Schultern und folgte mit ihrem Blick Saris Hand, die sich vor ihr ausstreckte und eine kleine Murmel hielt. Die Priesterin rollte kurz mit den Augen, als sie den fragenden Blick der Scholarin bemerkte. „Von Jasminko. Jeder soll solch eine bekommen.“
Dann erklärte sie der Magierin was es mit dieser Kugel auf sich hatte, ehe sie sich verabschiedete. Sie hätte noch etwas zu erledigen. Ramka blieb in der Tür zurück, mit der Murmel in der Hand und schaute auf die leere Stelle, an der kurz zuvor die Priesterin noch gestanden hatte. Dann schloss sie die Tür und sperrte wieder ab. Die Murmel landete auf dem Tisch, neben den Unterlagen. Diese Uhrzeit war eindeutig zu früh für sie. 'Wer steht denn freiwillig morgens um 8 Uhr auf...?'

Seufzend setzte sie sich auf die Bettkante und schloss kurz die Augen. Nein. Sie würde Jasminko nichts von den Unterlagen erzählen. Damit stand sie auf, packte ihre Sachen zusammen und machte sich auf den Weg zur Kafra in Izlude. Dort würde sie ihre Kleidung wechseln und die Unterlagen verstauen können.

Jedes literarische Werk steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Figuren~


#11 Ashielf Pi

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 107 posts

Posted 28 May 2015 - 07:46 PM

[Arhat – Prontera oder was davon übrig blieb (Tag 6, Morgen)]

Arhat schlenderte durch die Stadt. Seine von den letzten Tagen arg in Leidenschaft mitgezogene Robe fiel inmitten den Trümmern der linken Stadthälfte nicht sonderlich auf. Bilder von Tod und Verwüstung brannten sich auf seine Netzhäute und nahmen ihn mit. Ein Angriff dieses Ausmasses. Was konnte nur der Grund sein?

Während er auf der angekokelten Hauptstrasse westlich der Stadtmitte schlenderte, ging er noch einmal seine Gedanken von heute Morgen durch. Warum war ihm das Abholen des Geldes so wichtig gewesen? Hier lag eine Stadt in Schutt und Asche und er wollte zuerst direkt das Preisgeld abholen. Er schüttelte den Kopf, versuchte die Situation und sich selbst zu verstehen.
Als er dies tat, sah er ein paar junge Männer und Frauen bei dem Versuch des Wiederaufbaus. Als einer die Blicke des Mönches bemerkte, entgegnete dieser mit unerwartet humorvollen Worten: „Endlich jemand da, der ein paar neue Häuser holen kann!“ Der Mönch nickte ihm zu, trat näher. „Was ist das für ein Gebäude?“, fragte der Mönch und blickte auf das halb eingestürzte Haus, das seit dem Angriff zumindest schon vom Schutt befreit wurde. „Tagesstätte und Schule für Kinder.“ Der Mund des Mönchs verzog sich. „Keine Sorge“, registrierte der Lehrer, „wir konnten rechtzeitig fliehen.“ Ein kleiner Hauch Stolz schwang in diesen Worten mit, der sich kurz darauf vom Knarren des demolierten Hauses hinter ihm wieder verflüchtigte. „Dann sollten wir die Kinder wohl nicht mehr lange warten lassen“, schlussfolgerte der Mönch und packte einen der neuen Stützbalken als wäre es ein Bleistift. Beflügelt von der Hilfsbereitschaft des Fremden führte auch der Lehrer seine Tätigkeit etwas motivierter fort. Es war wichtig, dass zumindest die Kinder wieder einen Funken Normalität haben konnten.

#12 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 29 May 2015 - 09:49 AM

[Faran - Kriegsschiff, Hafen von Izlude (Tag 6, morgens)]

„Danke, dass du mir die Murmeln besorgt hast,“ sprach Faran, als er aufgrund des niedrigen Türrahmens gebeugt die ausgestorbene Küche betrat. Die Soldaten waren fast alle ausgeflogen und nur noch ein paar wenige patroullierten an Deck.
Er strich über die Herdplatten und nahm sich eines der daneben liegenden Fleischmesser, das offenbar auf der Ablage vergessen worden war, nachdem es abgewaschen worden war. Sorgfältig legte er es in die dafür vorgesehene Schublade, ehe er den Vorrat in der angrenzenden Kammer kontrollierte. Hoffentlich reichte alles aus, um alle Soldaten in Izlude zu versorgen. Er wollte sie unbedingt mit seinen Künsten verzaubern. Für Midgard hatte er bereits seine persönliche Grenze zu den Menschen überschritten, nun aber, da auch innerhalb der Rasse der Menschen Grenzen existierten, wollte er auch diese überschreiten. Ohne dabei seine Freunde aus den Augen zu verlieren.
„Ein Kinderspihihiel,“ kicherte hinter ihm eine Frauenstimme. Er wandte sich zu ihr um, umwunden von der die aufgehängten Fleischwaren haltenden Kühle. Er begutachtete die Person, die nun zu ihm trat und zu ihm aufschaute. Es handelte sich um eine leicht bekleidete junge Frau, lediglich fellbehangene Stiefel und Handschuhe und ein ebenso wärmendes Duo von Höschen und Brustband zierten ihre zarte Haut. Ihr Gesicht jedoch war maskiert. Das braune Fell eines grossen Eichhörnchenkopfes war ihr darüber gezogen, in einem Ohr prangte ein hübscher Ring. Von ihrem Haupt ging eine prächtige und wirbelnde helle Mähne ab und aus dem Höschen zog sich hinten ein riesiger und bauschiger Eichhörnchenschwanz. „Beantwortest du mir nun endlich meine Frage, hihi.“ Er nickte. „So wie ich es versprochen habe, Rata.“
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#13 nEmai

    Drops

  • Members
  • PipPip
  • 81 posts

Posted 30 May 2015 - 12:24 PM

[Jonah | Prontera Fields | Tag 6, früh am Morgen]

Bei meinem Streifen über die Wiesen südlich Pronteras beobachtete ich den Sonnenaufgang. Langsam aber stetig erklomm die Sonne den Himmel und tauchte das Land in goldene Strahlen. Es war ein nahezu idyllischer Spaziergang durch die lichten Wälder, der auch entgegen meinem Erwarten von fast keinem weiteren Passanten gestört wurde. Einige wenige kreuzten meinen Weg, doch keiner von ihnen hatte mein Interesse erweckt – so schrieb ich die erste Informationserhebung bereits ab.
Erst als ich nach ein paar zehn Minuten die Stadtmauern vollumfänglich im Blick hatte, offenbarte sich mir das Ausmaß der Worte die ich gehört hatte – oder zumindest ein kleiner Teil davon. Noch konnte ich nur sehen, dass die westliche Ecke der Stadtmauern zertrümmert aussah. Das volle Ausmaß erkannte ich erst weitere Minuten später, als ich das Stadttor durchschritt. Bereits hier Herrschte eine Aura von Angst und Verderben – und drinnen sollte sich das nicht ändern. Prontera war ein Bild der Zerstörung – halbseitig. Der Westen der Stadt lag fast vollständig in Trümmern. Die Stadtmauer war in weiten Teilen niedergerissen worden. Ebenso größtenteils die Häuser, welche dann auch keinen Widerstand mehr dargestellt hatten. Vereinzelt stieg noch immer Qualm auf. Menschen die in Mitten der Trümmer gemeinsam Holzbalken stemmten um Verschüttete zu suchen. Weinende Kinder im Hintergrund. Verzweiflung überall. Es war ein schockierender und zugleich doch faszinierender Anblick – wie einfach man die Hauptstadt empfindlich treffen konnte.
Ich war nie viel hier gewesen, dennoch konnte ich sagen, dass von dem üblichen Lauf der Dinge nichts zu sehen oder zu spüren war. Kaum ein Händler war mit seinen Waren anzutreffen – es herrschte aber dennoch das gleiche Treiben. Die Leute hatten andere Sorgen, waren mit Wiederaufbau und Wiederherstellung einer Ordnung beschäftigt. Ich hielt mich am Rand dieser Masse, um nicht in ihr verschlungen zu werden. Sah mich weiter um und steuerte mein erstes Ziel an – es war eine Kontaktstelle der Gilde der Assassinen. Ein Treffpunkt, der nur eingeweihten bekannt war. In einem unscheinbaren Haus im Osten der Stadt.
Keihaku
nEmai

#14 kmau

    Poring

  • Members
  • Pip
  • 38 posts

Posted 31 May 2015 - 10:43 PM

[Uljas & Tea - Alberta / Purjehtia Residenz- Tag 6]

Wo kriegt man denn sowas her..“ , fragte sich Uljas, die merkwürdige Murmel gegen die Sonne haltend während er eine der weiss gepflasterten Strassen von Alberta entlangschlenderte. Tea hatte diesen Gegenstand früh morgens an der Kabinentür der beiden entgegengenommen – die Erläuterung seiner Funktionsweise fiel somit recht dürftig aus. Das Pflanzenmädchen watschelte vermummt neben ihm her. Noch immer hielt der Ex-Paladin es für unklug sie offen herumlaufen zu lassen, vor allem in einer Hafenstadt voller Halsabschneider. Aufgrund ihrer Wachstumsschubes musste so kurzerhand Uljas' Cape herhalten.

Schliesslich erreichten sie die Familienresidenz der Purjehtias am äusseren Rand von Alberta. Ein enorm lautes Gespräch drang aus einem der riesigen Fenster. Die Stirn runzelnd öffnete Uljas die knarzende Doppeltür des Gebäudes und trat in die geräumige Empfangshalle, in der immernoch Schiffslieferungen und andere Güter im völligen Chaos herumlagen. "Bombenhagel!!", antwortete eine ebenso knarzende alte Frauenstimme aus dem Esszimmer. „Hier hat sich nichts verändert“, seufzte Uljas lächelnd.

Das Duo betrat den Speisesaal und wurde von Mutter sowie Grossmutter des Ex-Paladins an den gigantischen Esstisch, der locker Platz für 30 Personen bot gebeten. Grossmütterchen sah gewohnt schrullig aus: Mit vermutlich zwei zerfledderten Kleidern übereinander angezogen saß sie da und machte sich über Speis und Trank her. Neben ihrem vollen Teller standen Weinglas und ihr Holzbein, an dessen Spitze ein schief reingedrückter Korken trohnte. Ihre Tochter konnte sich in ihren Alchemistengewändern und ihrem Corsair immerhin noch draussen sehen lassen. Sie saß vornübergebeugt am Tisch und betrachtete vor ihr ausgebreitete Seefahrerkarten, die schon mehrere Fettflecken aufwiesen. Den Ursprung dieser Flecken hatte sie inzwischen auf ihren Sohn gerichtet – eine angekaute Hähnchenkeule. „Haste Geld mitgebracht?“ fragte Uljas' Mutter neckisch. „Erzähl mir nich, dass du in solchen Zeiten Geldprobleme erwartest“, erwiderte der Ex-Paladin und verging sich ebenfalls an den aufgetischten Speisen. Von nun an fand das Gespräch ausschliesslich mit vollen Mündern statt. Seine Mutter lachte: „Hah.. nich' wirklich. Wir haben Krieg und 'ne Hauptstadt in Schutt und Asche. Dein Vater ist schon unterwegs und ich studier noch die Versorgungsrouten fürs Baumaterial. Fast schon kriminell wie leicht es ist, Herkunftsorte von Holz und Stein zu verfälschen.“ Grossmutter reagierte mit Gelächter auf die Worte ihrer Tochter, bis sie vergaß warum und wieder irgendetwas über Bomben murmelte. Uljas hatte für all dies wie gewohnt keinen Kommentar übrig – er war nicht Paladin genug, um hier irgendwen für dubiose Machenschaften zu verurteilen. „Aber sag mir..“ fuhr die Piratenmama schliesslich neugierig fort: „Ist Tea gewachsen?“




[Juno - Prontera / Juno]

Das Abendessen auf dem Schiff war das letzte gewesen das sie mit der Truppe gemeinsam unternommen hatte. Es gab keinen Zweifel für sie, es würde zurück in die Stadt Juno für sie gehen und zwar hoffentlich mit ihren Eltern.

Viel geschlafen hatte die Mechanic nicht, um genau zu sein gar nicht. Sie war doch viel zu nervös gewesen. Die Angst, dass ihren Eltern etwas geschehen war, war doch gewachsen. Kaum hatte das Schiff angelegt, war Juno nahezu von Deck gestürmt. Allerdings hatte sie den Anstand gehabt sich zu verabschieden von denen die Anwesend waren.
Araneus D legte eine ziemliche Geschwindigkeit hin, Juno ging knapp an die Grenze der Energievorräte. In Prontera angekommen stellte sie schnell fest das Hauptsächlich der Westen der Stadt zerstöt war. Ein Stein fiel ihr vom Herzem. Der Laden befand sich im östlichen Teil der Stadt, ihre Eltern würden sicher sein. Am Laden angekommen stellte sie fest das dem auch so war. Ihre Mutter stürmte aus dem Laden. Sie war genauso froh ihr Kind am Leben zu sehen, wie Juno ihre Eltern. Die wichtigsten Informationen waren schnell ausgetauscht. Das die Grenzen zur Schwarzvaldt Republik wieder offen war hatten auch sie schon mitbekommen. Doch ihre Eltern wollten bleiben, nach all der Zeit und dem was sie sich hier aufgebaut hatten. Rune Midgardt war zu ihrem zu Hause geworden. Auch wenn Juno nicht glücklich mit dieser Antwort ihrer Eltern war musste sie es akzeptieren. „Sieh es so, jetzt bleibt dir eine Basis in Rune Migardt erhalten“, schertze ihr Vater.
Keine zwei Stunden später hatte Juno alles Nötige Eingepackt was sie brauchte. Der Abschied war dieses Mal weit emotionaler als das letzte Mal. Niemand wusste ob es ein Wiedersehen geben würde. Dennoch es musste sein. Juno musste ihre Chance nutzen zurück zu gehen. Sie hatte einen neuen Anhaltspunkt um weiter zu kommen, auch wenn ihre Forschungen in einer Kriegssituation gefährlicher denn je waren.
Die Dame vom Kafraservice hatte die Mechanic etwas schräg angesehen, sicher war sie sich nicht gewesen ob das warpen mit dem Madogear so funktionieren würde. Doch sie wäre keine richtige Kafra, würde sie es nicht zumindest probieren und so war Juno zwei Warps später in ihrer Heimatstadt.
„… Zuhause… ich bin endlich zuhause“, ihr standen die Tränen in den Augen. Ohne Zögern begab sie sich zum alten Labor. Araneus D parkte sie in einer Seitengasse und stürmte dann in das Labor. Die Tür flog auf und der verwirrte Blick eines Scholar traf sie. „Juno!“, er sprang auf und nahm die Mechanic in die Arme. „Japp, ich bin zurück und ich habe etwas mitgebracht“, Juno strahlte. Ihr langer steiniger Weg hatte ein Ende.
Endlich war der Tag gekommen an sie weiter machen konnten.

#15 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 01 June 2015 - 12:11 PM

[Faran - Kriegsschiff, Hafen von Izlude (Tag 6, morgens)]

Er musterte die Eichhörnchenkriegerin Rata. Als sie sich am Vortag Kojen ausgewählt hatten und er sich für eine Weile zurückgezogen hatte, um sich auf die Regeneration des Beines zu konzentrieren, war sie plötzlich bei ihm im Raum gestanden. Sie hatte sich versteckt gehalten mit dem Schiff aufgemacht, um ihn zu treffen. Niemand sonst an Bord hatte sie gesehen.

"Warum willst du nicht für mich kochen?"
Diese Frage hatte sie an ihn gerichtet, nachdem er sich geweigert hatte, ihren Hunger mit seinen Künsten zu stillen. Sie war aber eine hartnäckige Persönlichkeit, die hartnäckigste, die er in seinem Leben bisher kennengelernt hatte. Deshalb hatte er zumindest einen Gewinn für sich erspielen wollen, weshalb er sie gebeten hatte, ihm die Murmeln zu besorgen, die er anschliessend an seine Freunde verteilt hatte. Die letzte hatte er selbst behalten.

"Beantwortest du mir nun endlich meine Frage, hihi."
Rata schloss die schwere Tür der Vorratskammer hinter sich und Faran machte einen Schritt zwischen die aufgehängten Fleischwaren. Die Kälte berührte seine hölzerne Haut und es wurde düster zwischen den beiden einander altbekannten Gesichtern.

"Zuhause hast du immer für uns gekocht," ächzte sie hungrig, "Ich vermisse deine köstlichen Speisen, Faran." Sie packte ihren bauschigen Schwanz und drückte ihn dicht an sich, in gespielter Agonie ihr Antlitz darin begrabend.
"Du musst mir dankbar sein," seufzte sie, "Endlich wird wieder jemand deine Speisen loben. Endlich kannst du wieder etwas absolut herzhaftes auf den Tisch zaubern! Den Menschen muss bei deinen schrecklichen Künsten längst der Appetit vergangen sein!"
Er schaute sie schweigend und mit bebendem Blick an. Sie erwiderte dies mit grienender Miene.

Er hatte die Menschen gehasst. Die Grenze zwischen den Rassen war zu tiefgreifend gewesen. Sein Hass hatte seine Speisen ungeniessbar gemacht. Er hatte gelehrt bekommen, dass es vollkommen egal war, für wen er kochte, er hatte mit Herzblut zu kochen. Er hatte die Lehren akzeptiert und gelernt, wie dankbar die Menschen für seine nun leckeren Speisen waren. Die Grenze hatte sich aufgelöst. Er hatte die Menschen lieben gelernt.

"Ich verstehe," murmelte Rata mit absinkendem Haupt, ihren Schwanz nun an seinem Körper emporstreichend, "Deine Sichtweise hat sich verändert."
"Es tut mir leid," antwortete er, "Grenzen sind nicht ewigwährend. Wenn ich sie mit meiner Kunst aus dieser Welt tilgen kann, dann will ich -" Sie hämmerte mit ihrem Schwanz gegen seine Brust und er knallte keuchend mit dem Rücken gegen die Wand. "Mittlerweile herrscht sogar zwischen den Menschen Krieg, erneut," zischte sie mit aufglimmendem Stieren, "Willst du den Krieg mit deiner Kochkunst gewinnen?!"
Sie streichelte ihm mit dem Schwanz über die Wange und lächelte bedauernd: "Hast du vergessen, weshalb du in die Welt der Menschen gereist bist?"

...

Als die Soldaten des Schiffes an diesem Tag nach dem grossartigen Koch Faran fragten und suchten, wurden sie nicht fündig. Der Baumhüne war wie vom Erdboden verschluckt und verschwunden.
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#16 Wave

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 181 posts

Posted 01 June 2015 - 02:38 PM

[Ramka # Tag 6 # Morgens, ab 8:30 # Izlude -> Prontera]

Ihre Habseligkeiten waren schnell gepackt, ging das Meiste doch mit dem Schiff auf der Insel unter.
Im Prinzip war damit ein Großteil ihrer Arbeit der letzten Wochen hinfällig, denn ihre neuen Pergamente lagen inzwischen irgendwo auf dem Grund des Meeres nahe der Küste dieser Insel. Also würde sie die überteuerten Preise der Händler wieder bezahlen müssen um an neues Papier zu gelangen. Zum Glück hatte sie nicht alle neuen Pergamente mitgenommen, sondern nur einen Teil.

Die Scholarin trat aus dem Schiff und an Land. Es hatte sich viel geändert seit sie das letzte Mal in Izlude gewesen war. Normalerweise nutzte sie für längere Reisen die Transportationsportale der Kafraangestellten und umging so die kleine Stadt im Osten des Landes.
Sie fühlte sich unwohl in ihrer Robe, als sie sich an den ganzen Rittern und Soldaten vorbei zur Kafra schlängelte. Die letzten Tage waren nicht gerade spurlos an ihr vorüber gegangen. Glücklicherweise wusste sie um den Bestand ihres Lagers. Sie konnte es kaum mehr erwarten aus diesen Lumpen heraus zu kommen. Das letzte Mal als sie so heruntergekommen ausgesehen hatte, war nach dem „Gespräch“ mit ihrem Onkel gewesen. Sie ballte die linke Hand zur Faust und beschleunigte ihre Schritte.

Die Dame in der Kafra-Station schaute sie mitfühlend an und bat sie in das kleine Häuschen hinein. In einem kleinen Hinterzimmer konnte sie sich umziehen. Die Entscheidung war ihr nicht leicht gefallen. Wenn jetzt ein Krieg anstand, würde sie wohl entsprechende Ausrüstung brauchen. Oder sollte sie sich der magischen Unterstützungs-Gruppe anschließen? Oder gar der Defensiv-Gruppe? Ihr war es lieber, wenn sie nicht in feindliche Auseinandersetzungen ziehen musste. Waren dazu nicht die Krieger da, die extra dazu ausgebildet worden waren? Seufzend hatte sie das graue Gewand weggelegt. Es hatte sie ein Vermögen gekostet und wozu? Um im Lager auf seinen wahrscheinlich niemals kommenden Einsatz zu warten. Doch es war besser so. Ihre Schuhe wurden gegen die grau-blauen Stiefel getauscht, welche zwar nicht so aussahen als würden sie viel Schutz bieten, der Scholarin aber besser gefielen als das feste Schuhwerk, was sie die letzten Tage getragen hatte. Bernsteinfarbene Ohrringe und passende Handschuhe waren ebenfalls ausgewählt worden, dazu die Standardrobe für Städte: Dunkelblau mit hellgrauen Borten und Verzierung. Mit ähnlichem Schnitt wie ihre alte, jetzt reparierbedürftige Robe.
Nebst Kleidung füllte sie auch ihre Vorräte wieder auf. Die Umhängetasche wich einem Rucksack, groß genug für die meisten ihrer Utensilien. Lediglich ein größeres Buch in dunkelrot gehalten mit blauer Verzierung darauf passte nicht mehr hinein und so klemmte sie es sich unter den Arm. Einige lose Pergamente lugten heraus, doch sie wurden von einem Band festgehalten, das locker um das Buch geschlungen war. Ihre Errungenschaften hatte sie inzwischen der Angestellten anvertraut. Das kleine Büchlein war zuvor in ein weiches helles Lederstück eingeschlagen und anschließend mit einem dünnen Seil zugebunden worden. Ein Stück Pergament steckte zwischen dem Seil und dem Lederschutz. Darauf war ein einzelner Buchstabe zu sehen: J.
Kurz hatte die Scholarin überlegt, ob sie die Murmel ebenfalls zu diesem Buch legen sollte, doch sie entschloss sich dagegen. Vorerst verschwand sie in einem ihrer Beutel. Mit aufgesetzten blauen Hut und einem Griff zu ihrem Ersatzstab – ein Standardmodell, das man mit ein klein wenig Aufwand in jeder Stadt erhalten konnte – ließ sich die Magierin nach Prontera befördern. Jasminko hatte angedeutet, dass es ein wenig dauern könnte, bis man das Geld würde abholen können. Also würde sie ihre Zeit anderweitig verbringen müssen.

Ihr Weg führte Ramka in Richtung Nordosten der Stadt. Dort, wo die Zerstörung nicht so groß war. Genauer gesagt zu einem kleinen Haus im inneren Kreis der Stadt. Ein großes steinernes aufgeschlagenes Buch prangte über der Tür und ließ für jeden auch von Weitem erkennen, was man in diesem Haus wohl finden würde.
Drinnen wurde die Scholarin von einer rothaarigen jungen Frau begrüßt. Ellen war ihr Name und sie arbeitet hier seit einigen Jahren als Archivarin. Ramka war oft Gast hier und so brauchte es nur einen Blick, ehe man ihr ein paar Pergamentblätter und einen Umschlag reichte. Damit setzte sie sich an einen der kleinen Tische und verfiel in Gedanken.
Sie ging die verschiedenen Möglichkeiten des Angriffes durch: Die Reise über Land hätte viel zu lange gedauert. Außerdem hätte man entweder durch die Republik Schwartzvald reisen müssen, oder mit einem Schiff am Fuße des Berggebirges im Norden Pronteras anlegen und von dort weiterreisen müssen. Allein die Vorstellung wie eine Armee dorthin gelangen würde, war amüsant. Über Wasser war es nicht möglich nah genug an Prontera heran zu kommen, außer von Osten her. Doch auch hier hätte Arunafelz mit Schwartzvald zusammenarbeiten oder sich zumindest für einen kurzen Waffenstillstand entscheiden müssen. Solch etwas hätte man mit Sicherheit gehört? Davon abgesehen war Schwartzvald dem Königreich Midgard sogar zu Hilfe gekommen….

Sie seufzte. Was kümmerte sie die politische Lage. Sie öffnete oder schloss lediglich Türen. Mit einem Blick auf die Unterlagen in ihren Händen wandte sie sich gedanklich wieder ihren Aufgaben zu.
Das Wappen Schwartzvalds war auf der Rückseite des Umschlages zu sehen.

Jedes literarische Werk steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Figuren~


#17 Koikun

    derteichdeskoi.ch

  • Members
  • PipPipPipPip
  • 857 posts
  • LocationSwitzerland

Posted 03 June 2015 - 05:12 PM

[Hlynur Jasminko - Prontera, Regierungsgebäude (Tag 6, morgens)]

Es gab Misstrauen ihm gegenüber, das beunruhigte Hlynur Jasminko. Woher bloss war diese Fokussierung auf seinen Stand gekommen? Er war stets ein eher unscheinbarer Oberbefehlshaber gewesen. Wahrscheinlich war einer einzelnen Person bewusst geworden, woher er kam, und das hatte sich dann herumgesprochen. Wie rasch ein Wort doch von Lippe zu Lippe um 1000 Ecken springen konnte.
Es war nicht mehr zu ändern, weshalb er froh war, dass er zur Rede ebenfalls aufgestellt wurde.

[Prontera, Nordviertel, Handstatue der Einigkeit (Tag 6, 10:00h)]

Im Norden von Prontera war für die Rede des Königs ein einfaches Podest vor der Handstatue errichtet worden. Vor diesem hatten sich die meisten Familien der Stadt versammelt, um ihrem Oberhaupt zu lauschen und bang zu hoffen, dass er eine Antwort auf all ihre brennenden Fragen bereithielt. Sie fürchteten den Krieg und baten in Gedanken um ein erlösendes Wort.
Der Platz und die Strasse davor waren erfüllt mit Frauen, Männern und Kindern wie noch selten zuvor.

Die drei Oberbefehlshaber der Königlichen Garde positionierten sich vor dem Podest und stellten sich mit festgemeisselten Mienen dem angespannten und unsicheren Volk, das vor ihnen das Wort ihres Königs begierig erwartete. Aus seiner Sicht links aufgestellt war der Crusader Hlynur Jasminko mit seinem Dreizack, an dem die drei Schwanenfedern befestigt waren. Mittig aufgestellt war der Meisterritter Eldras Moorgana in seiner grossen goldenen Pracht, seine langjährige Erfahrung war ihm ungezügelt in das alte Gesicht gezeichnet. Rechts aufgestellt war das dritte Mitglied dieses bekannten und beliebten Dreigespanns, der Paladin Demetrios Baribal, der gemäss dem wandernden Wort in den Reihen der Masse eines der attackierenden Luftschiffe eigenständig zum Niederfall gebracht hatte, wodurch es auf dem harten Boden der Tatsachen zerschellt war. Die feste Rüstung, die seinen stämmigen Körper umschloss, wirkte wie ein Panzer aus Stein, auf dessen Rücken sein dunkler Haarzopf friedvoll absank. Ein schwarzes Stoffband war ihm um den Kopf gebunden und verbarg seine Augen.

Über den drei Oberbefehlshabern und umringt von zahlreichen Soldaten bestieg der König von Midgard das Podest vor den felsenfest zum Frieden gereichten Händen der mächtigen und den Willen des Landes repräsentierenden Statue. König Riwalon Rowenberg, Sohn des ehemaligen, zu Zeiten der Herrschaft von König Tristan Gaebolg III aktuellen Thronkandidaten Helmut Rowenberg.
Vom Rücken seines riesigen Reitlöwens kletterte er auf das Podest und er erhob sich mit glanzvoller Rüstung, die jedoch beschädigt schien. Es hiess, dass selbst er sich der Front vor ein paar Tagen angeschlossen hatte, um grösseres Unglück mit allen Mitteln zu verhindern.
Das Abzeichen des Reiches prangte auf seiner Brust und ein krönender Hauptschmuck mit einem edlen, eingearbeiteten Kristall band sein kastanienfarbenes Haar. Aus aufrichtig glänzenden Augen richtete er sich mit von sich gestreckten, geradezu willkommen heissenden Armen an sein Volk:

"Volk von Prontera!
Hör mich an! Die Pfade, die uns bevorstehen, werden steinig sein, doch wir dürfen uns nicht auf die Knie zwingen lassen!

Die Stadt ist zu grossen Teilen zerstört und der Angriff mit all seinen weitreichenden Folgen klingt noch immer in unseren Herzen nach! Wir sind in Trauer, doch werden wir die, die für uns gestorben sind, niemals vergessen, im Gegenteil, wir werden sie mit Würde auf ewig in Erinnerung bewahren!
Unglücklicherweise müssen wir davon ausgehen, dass es zu weiteren Angriffen kommen wird und dass die Stadt entsprechend zu einem Kriegsschauplatz verkommen wird, denn es ist klar und deutlich zu erkennen, dass Prontera das Ziel dieser Schurken ist!

Wir werden ihnen NICHT antworten! Wir werden ihnen nicht mit unseren Truppen in ihr Territorium entgegenmarschieren und Zerstörung mit Zerstörung vergelten! Nach wie vor versuchen wir, Kontakt herzustellen. Aber wie soeben offengelegt, es ist zu befürchten, dass es zu einer Schlacht in diesen Strassen kommen wird! Wir werden sie erwarten und den Krieg in unserem Keim ersticken!!

Volk von Prontera. Viele hochrangige Frauen und Männer von Ausbildungs- und Kriegsgilden des Königreiches haben sich bereits versammelt, um dieser Schlacht entgegenzusehen und an der Seite der Königlichen Garde gegen das übelwollende Unheil zu kämpfen und es zu zerschlagen. Dieser kommende Kampf bedeutet jedoch, dass wir uns zurückzuziehen haben. Im Sinne unseres Wohles müssen wir uns von der Front entfernen, bis sich die letzten Aschewolken des Krieges gelegt haben. Aus diesem Grund wird die Stadt evakuiert!!

Wir werden die Stadt in drei Tagen (Tag 9) vollständig evakuieren! Bis dahin sind die Streitkräfte allesamt zur absoluten Verteidigung aufgebaut. Der Wiederaufbau der Stadt wird vorerst stillgelegt.

Ich bin von Herzen dankbar, Volk von Prontera. Denn die Republik Schwartzvald gewährt uns Unterschlupf. Es ist nunmal so, dass wir uns nicht sicher sein dürfen. Wenn diese Schurken uns folgen sollten, dann werden sie es nicht bis nach Schwartzvald tun, da sie sonst einen Krieg gegen zwei Länder zu schlagen hätten. Schwartzvald unterstützt uns zwar mit Tat und Kraft, doch sie zu einem weiteren Hauptfeind zu erheben, das werden unsere Gegner tunlichst zu vermeiden wissen!
Mit diesem Hintergrund werden alle verfügbaren Kafra-Angestellten zusammenkommen und uns in drei Tagen in den Wirtschaftsmittelpunkt Lighthalzen transportieren, in dessen Norden gegenwärtig ein Lager für uns aufgebaut wird. Ich bitte euch als König dieses Reiches, als euer Oberhaupt und euer Kamerad in diesen schweren Zeiten, euch bis zu diesem Zeitpunkt vorzubereiten. Mitzunehmen wird nur das nötigste sein, an Schutz und Versorgung wird es uns nicht fehlen, dafür sorge ich höchstselbst!

Ich danke euch für euer Verständnis und euer Vertrauen!!
"

Erst war es Zweifel, der sich durch die Masse schlich, dann aber erklang nach und nach mehr und mehr jubelnde Freude. Sie konnten dem Krieg entkommen! Welch wundervolle Nachricht!

König Riwalon stieg wieder auf seinen Reitlöwen und brach begleitet von den Soldaten und den Oberbefehlshabern auf, um zum Regierungsgebäude zurückzukehren.
OUTLAND ORIGINS - Das deutsche RO-RPG im fRO-Forum, Mitglieder stets gesucht: >>DRÜCK MICH!<<

Me @ Web / FanFiktion.de / deviantArt

#18 Ashielf Pi

    Poporing

  • Members
  • PipPipPip
  • 107 posts

Posted 06 June 2015 - 10:35 AM

[Arhat – Brennpunkt Prontera (Tag 6, Morgen)]

„Hey, Grosser“, warf die inzwischen gute Bekanntschaft dem tüchtig arbeitenden Mönch zu, „es ist langsam Zeit für die Rede.“ Der Mönch nickte und legte das Werkzeug beiseite. Zusammen verliessen sie das immer noch baufällige Haus, das im Vergleich zu den umliegenden Häuser aber immerhin schon wieder Form zeigte. Auch die Nachbarn taten es ihnen gleich und so war vor der Handstatue bald eine grosse Menschenmasse versammelt. Der Mönch hielt sich im vorderen Bereich, dafür aber seitlich auf. Er wollte schliesslich nicht den Leuten hinter ihm die Sicht versperren.

Er sah, wie sich die drei Oberbefehlshaber vor dem Podest positionierten, darunter natürlich auch Jasminko. Ungewohnt stoisch blickte sein früherer Anführer in die Masse, es seinen Kollegen gleich tuend. Auch die anderen beiden Männer hatten eine Geschichte und diese waren dem Mönch nicht fremd. Trotzdem verblassten sie neben dem, was Jasminko ihm noch am Abend zuvor über sich erzählt hatte.
Kurz darauf war es auch schon so weit. Der König ritt herbei und richtete sich nach seinem Auftritt an das Volk. Er sprach von möglichen weiteren Angriffen, dass die Stadt immer mehr zur Arena der zweier Mächte verkommen würde. Der Mönch anerkannte die noble Gesinnung des Königs, als er erklärte nicht von sich aus in den Krieg ziehen zu wollen. Jedoch waren seine Gefühle gemischt, als Rowenberg von der Erstickung des Keims hier in Prontera sprach. Die Keimzelle war nicht hier. Arhat wusste zwar noch nicht, was sich genau auf dieser weltpolitischen Bühne abspielte, aber dieses Gleichnis wirkte auf ihn etwas unbesonnen.
Dann platzte die Bombe. Die ganze Stadt solle evakuiert werden. Nach Lighthalzen? Was bedeutete der Begriff Lager? War die Bevölkerung in einem für sie fremden Gebiet in einer Zeltstadt ohne Befestigungen wirklich besser aufgehoben? Die Menschen schienen froh darüber, dass sie diesem einseitigen Stellungskrieg entkommen konnten. Doch war dies ihnen wirklich möglich? Arhat zweifelte an, dass die Schrecken des Krieges für sie vorbei waren. Aber immerhin schien die Anspannung einer gewissen Erleichterung zu weichen. Die meisten Bewohner machten sich anscheinend sofort daran, ihre Habseligkeiten reisefertig zu machen. König und Gefolge zogen sich derweil ins Schloss zurück.

Er beschloss der Kirche von Prontera einen Besuch abzustatten. Vielleicht konnte er einige seiner alten Kollegen aus der Akolyth-Zeit treffen und sicher gehen, dass es ihnen gut ging.
In der Kirche selbst traf er niemanden seiner Freunde. Sie waren in der Stadt verteilt, halfen dort wo es ging. Auch hier zeichnete sich der vergangene Kontakt ab. Einige Barren waren immer noch in den Gängen aufgestellt. Auf ihnen Menschen, die noch einen etwas längeren Heilungsprozess vor sich hatten. Ein Pastor lief ihm entgegen, der Arhat zu kennen schien.
- „Ich stand im Schloss der Regierung, als du die See der Meute vor dem Missionsbrett geteilt hast“, erklärte er dem Mönch. „Fünf Tage war das her“, fuhr der Pastor fort, ungläubig darüber, was in der Zwischenzeit geschehen ist.
„Ihr habt eine Frage“, erkannte der Mönch im besorgten Gesicht seines Gegenübers.
- „In der Tat“, stimmt dieser zu und fragte ihn darüber aus, ob er nun wirklich teilgenommen hat und wie die Mission verlaufen ist.
Der Mönch bejahte die erste Frage und überlegte sich eine ehrliche Antwort für die zweite: „Im Endeffekt waren wir erfolgreich, eine neue Insel wurde entdeckt.“ Der Pastor wartete kurz ab, war sich nicht ganz sicher, ob dies schon alles war was er vom Mönch erwarten konnte. Er realisierte jedoch recht schnell, dass ihm jemand wortkarges gegenüber stand.
- „Wie geht es Oberbefehlshabers Hlynur Jasminko?“
„Den Umständen entsprechend gut. Er hat seinen Mut nie verloren.“
- „Und wie geht es Lirene?“
Der Mönch blickte ihn fragend an: „Entschuldigt, ich kenne niemanden mit diesem Namen.“
- „Ich verstehe nicht“, erwiderte der Pastor verwirrt, „Lirene war die von mir bestimmte Priesterin, die die Rechte Hand von Hlynur Jasminko während der Mission werden sollte. Ich…“, er begann zu grübeln. „Der Oberbefehlshaber wollte göttlichen Beistand für die Mission und Lirene schien die geeignete Person dafür. Nach dem Treffen hat sie sich sogleich vorbereitet und ist aufgebrochen. Ja, ist sie denn nicht gekommen?“
Arhat schüttelte den Kopf: „Wir hatten zwei Priesterinnen, jedoch trugen beide einen anderen Namen.“
- „Furchtbar“, seine Sorgenfalten war noch grösser, als sie es bei Ankunft des Mönchs waren, „sie war nicht bei euch. Aber hier war sie auch nicht! Wo war sie denn dann?“
„Das kann ich euch nicht sagen“, entgegnete der Mönch entschuldigend, „wisst ihr denn, welchen Weg sie gegangen ist?“
- „Nein, leider nicht. Sie wollte sich allerdings zuerst noch über die Mission informieren. Eventuell weiss jemand im Schloss-“, er stockte, realisierte, dass durch den vergangenen Kampf das Schloss Sperrzone war. „Es ist im Moment wohl schwierig, an Informationen zu gelangen…“
„Ich werde mich umhören. Falls ich etwas in Erfahrung bringen kann, werde ich es euch wissen lassen.“
- „Vielen Dank“, seufzte der Pastor und widmete sich wieder den hier stationierten Verletzten.

Der Mönch entschloss sich derweil in das Camp im Osten der Stadt zu gehen. Er hatte noch immer das Packet mit dem Leder und den Federn bei sich, welche er zu anständigen Rüstungsgegenständen verarbeiten lassen wollte. Er konnte nicht ewig in diesen Lederfetzen umher irren, dafür boten sie zu wenig Schutz.

#19 nEmai

    Drops

  • Members
  • PipPip
  • 81 posts

Posted 07 June 2015 - 02:41 PM

[Jonah | Prontera Ost | Tag 6, Morgen]

Einen Moment scannte ich die Umgebung des unscheinbaren, kleinen Hauses in einem Seitenweg der Oststadt. Es gab nichts über sich preis. Keine Beschilderung, gar nichts – ein normales Wohnhaus, wie es viele gab. Die Vorhänge der Fenster waren zugezogen und auch sonst gab es nichts, was man hätte erhaschen können. Alles war ruhig – zumindest in diesem Seitenweg.
Ich machte mich bemerkbar, klopfte an der Tür mit Bedacht ein geheimes Zeichen. Es war lange her gewesen, dass ich das letzte Mal hier gewesen war, und ich erinnerte mich auch nicht mehr an das Klopfzeichen von damals, doch bisher hatte ich überall immer das gleiche genutzt und es hatte immer funktioniert. Auch heute tat sich eine Regung. Ein kleines Fenster in mitten der alten, hölzernen Tür wurde geöffnet. Gesehen hatte ich das nicht, denn an der Stelle wo es war, prangte ein dichtes Messinggitter mit einem verdunkelnden Stoff dahinter, doch wohl hatte ich das Quietschen des Scharniers gehört.
„Wer verlangt Einlass?“, fragte eine tiefe Männerstimme – „Ein streunender Wolf“, antwortete ich leise mit unauffälligen Blicken um mich – es war niemand zu sehen. Diese Antwort musste ich entsprechend meines Ranges in der Gilde geben. „Und was ist deine Gesinnung?“, wurde mir die zweite Frage des geheimen Protokolls gestellt. „Ich suche Unterstand an einem heißen Tag“, antwortete ich. Eine immer gleiche Antwort.
Einen Moment herrschte Stille. Dann öffnete sich mir die Tür. Gerade so weit, dass ich hindurch passte. Schnell und mit einem letzten Blick verschwand ich nach drinnen. Sah mich um. Erinnerte mich an den Ort. Ein ergrauter Mann wies mir den Weg, seine Kleidung war neutral, doch auch er war ein Assassin. Und vermutlich ein erfahrener dazu. Er war es auch, der mit mir gesprochen hatte, denn er schien allein.
Der Raum, in dem wir standen war nicht allzu groß. Er erstreckte sich fast über den ganzen Grundriss des Hauses. Einzig Treppen nach oben und in einen Keller blieben. Ansonsten bot der Unterschlupf einige Sitzgelegenheiten, einen Tisch, einen Kamin mit Holzstapel und in der oberen Etage einen gemeinschaftlichen Schlafraum. Der Mann indes positionierte sich hinter einer Theke, die im vorderen Bereich an der linken Seite nach hinten halb in den Raum hineinragte. Hier konnte ich alle Angebote des Informationsdienstes der Gilde nutzen. „Wie kann ich behilflich sein?“, fragte er schließlich gut situiert.
Zuerst ließ ich mich von ihm ins Bild setzen, was in der Stadt passiert war – Ich hatte zwar schon vieles von Jasminko und Moorgana erfahren – doch eventuell hatten die Quellen des Informationsdienstes noch mehr auftun können.
Leider erfuhr ich heute jedoch nicht viel, was ich nicht eh schon wusste. Man hörte läuten, dass die Leute es merkwürdig fanden, dass der Angriff direkt mit Jasminkos Abreise erfolgte – kam er doch ursprünglich aus den gleichen Gefilden. Doch das war nur Hörensagen. Was ich auch noch nicht gewusst hatte, war dass der König in zwei Stunden eine Rede halten wolle. Ein Termin, den man offenbar nicht verpassen sollte – so wusste ich wenigstens schon, was mein nächstes Ziel war.
Der eigentliche Grund, warum ich hier war, war jedoch ein anderer. Ich nahm die Bank der Gilde in Anspruch. An so kleinen Posten wie hier konnte man zwar nur kleine Beträge mitnehmen, doch mit ein paar tausend Zeny war mir schon weitergeholfen – bis ich den Missionserlös abholte. Denn so blank wie ich war, hatte ich noch nicht einmal etwas gefrühstückt.
Keihaku
nEmai

#20 kmau

    Poring

  • Members
  • Pip
  • 38 posts

Posted 07 June 2015 - 10:05 PM

[Uljas & Tea - Alberta / Purjehtia Residenz- Tag 6 (Nachmittag)]

Am Esstisch seiner Familie verflogen die Stunden und Uljas spürte, wie die Ereignisse der letzten Tage etwas in die Ferne rückten. Er begrüßte dies. Selbst die schweigsame Tea wirkte etwas entspannter, denn sie war wieder unter den einzigen Menschen, denen sie vollends vertraute. Ob ein Haufen Schmuggler gepflegter Umgang waren, war für sie nicht relevant. Es wurde gescherzt, über alte Geschichten gelacht und schon bald war kein Tropfen Wein mehr in Omas hohlem Holzbein.

Irgendwann jedoch - die Anwesenden hatten schon die Zei vergessen - trat eine der ruppigen Seefahrerwachen der Residenz an sie heran um zu verkünden, dass ein Bote und ein Fischer vor den Toren standen. "Bote rein, aber was will der Fischer?" fragte Uljas' Mutter genervt. Boten bedeuteten nie etwas Gutes. "Irgendwas mit so 'ner riesigen Landmöwe..", antwortete der Seefahrer schulterzuckend und signalisierte einer anderen Wache, den Boten hineinzugeleiten. "Ich hör mir das gleich draussen an, aber der Bote interessiert mich auch.", entgegnete der Ex-Paladin und kurze Zeit später stand der Bote, ein zwielichtig aussehender Händler mittleren Alters im Raum. Madam Purjehtia knallte ihre schwer bestiefelten Beine auf den Tisch und sah ihn stirnrunzelnd an: "..und?!"

Der Bote setzte eine ernste Miene auf: "Der König lässt Prontera evakuieren - kein Wiederaufbau - keine Baustellen - kein Materialbedarf." Sofort fielen der Dame sämtliche Mundwinkel und Krähenfüße hinunter. "MACHT DER KERL WITZE?!", donnerte es durch den Speisesaal. "Wir haben schon Holz beschafft, mit neuem Absender versehen und jetzt sitzen wir wir da drauf rum?! WO SOLL MEIN SOHN SCHLAFEN?!" Uljas runzelte die Stirn: "Äh was?" Seine Mutter seufzte tief und fuhr fort: "Dein Vater hat gemeldet, dass unsere Umlegebucht ein wenig Hochwasserprobleme hätte, also haben wir kurzerhand die verdammte Villa mit dem Zeug vollgestopft!" Kaum vorstellbar, dass dieses Gebäude noch nicht vor lauter Gerümpel explodiert ist. "Nun.. ich hatte eh nicht vor lange zu bleiben, irgendwo müssen ja die Zeny herkommen.", erwiderte Uljas gleichgültig. Er war auf einem Schiff zur Welt gekommen, hatte in Kojen, Kasernen und Zelten geschlafen und soetwas wie ein eigenes Zimmer hatte er nie wirklich wertgeschätzt. "Ich nehme an, die Kleine wird dich diesesmal gewollt begleiten?" fragte seine Mutter, kurz ihre eigenen Sorgen vergessend. "Ja, da gibt es etwas, dass sie momentan sehr interessiert und deshalb sollten wir nochmal Prontera aufsuchen, bevor es noch ganz abgekokelt ist."





1 user(s) are reading this topic

0 members, 1 guests, 0 anonymous users