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Outland Origins (RO-RPG [GERMAN!])


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#441 Koikun

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Posted Yesterday, 06:39 PM

[Emilia & Markos | ??? | ???]

"Gut, lass mich dir Manieren in den Schädel klopfen," hatte Ewan Sulisan mit einem falschen Lächeln auf den Lippen proklamiert, "Ich werde dafür sorgen, dass du deinen törichten Aufstand selbst da unten niemals vergessen wirst!"
*Da unten...?,* schoss es Markos durch den Kopf, als er sich erhobenen Hauptes vor Emilia stellte. Diese Monster. Mit welcher Gewalt unterwarfen sie sich die Schwachen, die eine Regierung eigentlich zu beschützen hatte, zu Objekten ihrer wahnsinnigen Wissenschaften? Sie verlangten nach ihren lebendigen Leibern. Doch was würde mit ihrem Verstand geschehen?
Aber er war nicht schwach. Markos war nicht schwach, denn er wollte sie beschützen, Emilia, um ausgehend von dieser Entscheidung mit ihr zusammen vorwärtszupreschen und für die Einheit einzustehen. Mit seinem aussagekräftigen Grinsen fühlte er sich selber in den Händen des Wahnsinns, als er vor sich die Rekenber Corporation in Flammen aufgehen wünschte, um den Weg in diese Zukunft zu ebnen. Dafür wollte er kämpfen. Es gab keine Alternativen oder bessere Chancen. Klar, er war unbewaffnet. Aber Ewan Sulisan war geschwächt und besass Schlüssel und Gildenabzeichen. Letzteres würden sie zwar nicht benutzen dürfen, würden sie doch geortet werden können, ersteres hingegen umso besser, um zu entkommen oder sich zumindest zu verstecken. Markos war sich bewusst: Sollte er diese Chance nicht nutzen können, dann würden sie zwar überleben, aber in den Händen des Wahnsinns dieser Leute wäre der Tod vermutlich eine wünschenswerte Alternative.
Er hatte in Ewan Sulisan, beziehungsweise in dessen Beinführung den TaeKwon Meister erkannt, auch Sternengladiator genannt. Ein Sternengladiator bezog seine Macht aus den Gestirnen. Er verpflichtete sich der Sonne, dem Mond oder der See der Sterne und führte im Namen dieser omnipotenten Energiequelle einen bestimmten Kampf. Alles Leben bezog seine Berechtigung aus dem weiten Raum der Himmel. Ein Sternengladiator verfolgte die Mission, aus dem Überfluss der Energie kein Überfluss von Leben entstehen zu lassen. Ein Überfluss von Leben würde zu dessen Verfall führen, also bürdete ein Sternengladiator sich auf, eine bestimmte Spezies in einem bestimmten Gebiet im Zaum zu halten. Dass Ewan Sulisan gerade jetzt vor Potenzial erstrahlte, konnte unmöglich hoffnungsvolles verheissen. Dazu kamen diese kleine Rohre, die ihm aus den Waden ragten und bei denen es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine technische Verstärkung der Beinführung handelte.

Markos fokussierte seine gesamte Entschlossenheit, um nicht zu fallen, sodann hatte er [Endure] errichtet. Viel blieb ihm ohne Schwerter ohnehin nicht übrig. Er biss die Zähne zusammen, starrte hinab. Das Blut zu seinen Füssen war nicht mehr einzig fremdes, Scherben schnitten in seine nackten Füsse. Er beugte sich, um sie aus der Haut zu entfernen.
Ewan Sulisan fand sich auf seiner Seite des förmlich durcheinandergewürfelten, gekachelten Verhörraumes ein. Sein Gebiet der Sonne, das er sich mit [Solar Perception] als Jagdgebiet gespeichert hatte, war die Stadt Lighthalzen. Seine Spezies der Sonne, die er sich mit [Solar Opposition] als Jagdwild gespeichert hatte, war die Spezies Mensch. Er war einer von zwei Bodyguards, die die Rekenber Corporation und Präsident Adam von Dieffenbach vor dem Übel beschützten, das in dieser Welt am ehesten zu erwarten war: Der menschliche Eigensinn.
*[Solar Heat]!* Um den Bodyguard umher wogen sich quellende Energiestürme, die in wirbelndem Wellenschlag eine gleissende Kugel um ihn kreierten. *Ein Schutzschild?!,* konfrontierte sich Markos mit der Unwissenheit, als sich vor ihm der blendende Wall erhob. Er erhob sich aus seiner gebeugten Haltung und stellte sich dieser ihm fremden Fähigkeit, denn er kannte zwar die Klasse eines Sternengladiators, nicht aber die Details ihres Ausmasses.
Er ächzte auf, wurde durch die massive Kugel erwischt, als der Bodyguard ihm entgegenmarschierte, und ihm war, als würden die fliessenden Ströme, die sie formierten, aus höllisch heissen Feuern bestehen, die sich nun in seinen Gliedern verbissen. Der Wahnsinn seines Optimismus wich einem Wahnsinn, der sich die Schmerzgrenze immer höher von den Schultern zu stemmen versuchte, denn Fallen war keine Option für ihn, ganz egal wie oft sein Gegner seine Art des Kampfes noch verändern wollte!
Er wurde von den Füssen gerissen. Geblendet durch die gleissenden Ströme durchschaute er es erst nicht, da wurde er neben der bewusstlosen Emilia schon gegen die Wand gepresst. Dieser Schutzschild. Er drückte alles und jeden von sich, ganz egal wie widerstandsfähig ein Körper auch gemacht worden war. Ganz egal wie viel Markos einstecken konnte, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, er konnte noch immer weggedrückt werden. Und da er Schmerzen durchaus noch verspürte, war dies ausserordentlich negativ zu beurteilen, denn wie er erhaschte, musste er sich mit der Wand im Rücken und mit dem Schild im Gesicht wiederfinden, nach hinten gedrückt und immer weiter in der Schaden zufügenden Kugel untergehend. Er konnte seine Arme unter dem Gewicht nicht bewegen und folglich nicht zuschlagen und durch die sich in der Haut verbeissenden Hitze wurden ihm schon wirbelnde Striemen in die Haut gehauen. Schon wieder. Schon wieder wurden ihm alle Auswege geraubt. Schon wieder. Schon wieder drohte ihm die abgrundtiefe Atemlosigkeit.
Er atmete noch. Noch war er nicht in einer Sackgasse angekommen. So lange er noch atmete, hatte er noch nicht verloren. *[Magnum Break]!* Er riss die Arme aufwärts und krallte sich die Wand. Er konnte durch den Schild nicht in die Richtung seines Gegners schlagen, so aber verblieb ihm ein Weg: Er feuerte seinen aufflammenden Schlag aufwärts, liess die Fäuste über sich in einer explosiven Entladung zusammenknallen, sodass nicht nur eine ruckartige Druckwelle durch den Raum schallte, sondern auch Markos abwärts geschossen wurde. Er landete hart auf seinem Hintern und schaute, wie Ewan wie erwartet von der Welle unbeeindruckt war. Dazu kam, dass Markos in eine noch fürchterlichere Position abgesackt war und nun von oben geradezu von der Kugel zerdrückt wurde. Aber...
Ewan zuckte zusammen, als er von oben berührt wurde. Schlagartig stierte er aufwärts, worauf er im Nacken von einem Objekt geschnitten wurde. Er fasste sich dorthin und fand Scherben, gleichzeitig hämmerte Markos seine Fäuste gegen den Boden, er entlud abermals einen [Magnum Break]. Er hatte es vorhin geschafft, sich durch den Schild nach unten zu befördern. Also musste auch das umgekehrte gelten. Das einzige, was der Schild ihm verbot, war die Bewegung auf seinen Gegner zu. Das hatte er erfolgreich ermittelt.
Die Spezies Mensch war die Spezies, gegen die sich die Fähigkeiten seines Gegners richteten. Dieser war perfekt gegen den Menschen gewappnet. Es war folglich nicht sonderlich verwunderlich, dass die Scherben, die Markos beim ersten [Magnum Break] aufwärts gefeuert hatte, problemlos durch den Schild gefallen waren, um für erstklassige Ablenkung zu sorgen.
Mit den Scherben in den Händen und einem angewiderten Ausdruck im Gesicht erfasste Ewan Markos, wie dieser aufwärts geschleudert wurde und sich über dem Schild von der Wand abstiess, um über ihm hinwegzustraucheln und hinter ihm zu landen. Zwischen Schild und Boden war kein Durchkommen, zwischen Schild und Decke hingegen war noch genügend Freiraum für diesen Schachzug geblieben.
Aufjapsend landete Markos an der durchbrochenen Raumabgrenzung, Schnitte frassen sich ihm über den Körper, als seine Masse mit ganzer Wucht auf den Scherben aufsetzte. Doch er war frei. Zumindest für einen Moment. Das Blut rann ihm von den geschlagenen Wunden.
"Du bist besser wieder ein guter Junge," sprach Ewan kühl. Er war zwar überrascht worden, doch es sollte nicht von Bedeutung sein, wie er mit Blick zu Emilia, die sich jetzt direkt neben ihm befand, wusste. "Ansonsten kann ich nicht für die Sicherheit deiner Freunding gara-" - "Ach halt du doch den Mund!," japste Markos, "Mit was willst du uns drohen, wenn du uns töten willst, dann tue es doch einfach, es wäre die beste Alternative zu meinem Sieg!!" Er grinste. Wusste, dass es eindeutiger war: Der Tod war nicht die beste, sondern die einzige Alternative zu seinem Sieg. Er grinste immer noch, als er sich aufraffte. Sein gesamter Körper wurde angetrieben von felsenfester Überzeugung. Von der wahnsinnigen Überzeugung, dass es ganz egal war, wie er und Emilia aus dieser Situation gelangen würden. Ob im Leben oder im Tod. Sie würden zusammen sein.
"Du -!," stammelte Ewan hierauf, dann willentlich abweichend: "Was weisst du denn schon von Sieg! Du stellst dich mir, obschon du weisst, dass meine gesamte Existenz darauf ausgerichtet ist, Burschen wie dir ihre Grenzen aufzuzeigen!" Im Namen der Sonne war er im Kampf gegen Menschen berechtigt, sein Können zu maximieren und sein vollumfängliches Pozenzial auszuschöpfen. Die Menschen würden niemals in der Zukunft ankommen. Die Wissenschaften waren, was die Zukunft der Menschen erst erschaffen und beides getrennt voneinander durch die Hände der Rekenber Corporation gehen lassen würden, um das eine nicht das andere beschmutzen zu lassen!
Aufschreiend hatte sich Markos Teile seines weissen Leibchens vom Oberkörper gerissen, er band sie sich um die blutigen Fäuste und stürmte vorwärts. Ewan fasste ihn in die Augen, er war es diesmal, der sich dem Sturm stellte, und er war nach wie vor von seinem Schild beschützt. "Sei kein naiver Bengel und fall endlich um, du -!!," brüllte er und Markos drosch seine Fäuste zeitgleich gegen den gleissenden Schild: "Ich werde nicht fallen, bevor ich nicht tot bin!!" Er drosch seine Fäuste mit ganzem Schwung gegen den Schild. Die Schmerzen peitschten zügellos durch sie und die Unterarme und er wurden durch den Schild bereits wieder rückwärts weggedrückt. Sich die gebleckten Zähne fast ausbeissend, stemmte er sich gegen den unüberwindbarem Wall.
Aus heiss brennendem Siegesbegehren fixierte er Ewan. Und feuerte einen dritten [Magnum Break] ab. Diese Fähigkeit war einerseits eine explosive Elemententladung, wie die auseinanderschlagenden Zunderzungen betonten. Anderseits stiess sie wie der feindliche Schild alles und jeden gewaltvoll von sich. Das war das Stichwort. Die Stoffe, die sich Markos um die Fäuste gebunden hatte, zerrissen und Scherben, die er im Versteck unter ihnen zwischen den Fingern festgehalten hatte, schossen vorwärts. Wie erfolgreich ergründet worden war, schossen sie ohne Widerstand durch die Kugel. Ewan stockte. Sah die blutverschmierten Splitter nur kurz aufblitzen. Dann jagten sie ihm schon in die endlich gebrochene Miene und er jaulte schmerzerfüllt auf.
Markos rollte sich ab und landete auf den aufgeschnittenen Füssen. [Endure] hatte sich letztlich doch noch bewährt. Er fühlte zwar alles, musste sich dadurch aber nicht aufhalten lassen, wodurch er keine Zeit verlor. Er rannte los, denn vor ihm plätscherte der lichte Schild des Gegners auseinander. Dieser war vorneübergesunken und hatte mit den Händen nach dem Gesicht gegriffen, aus dem er fürchterlich blutete.
Ewan wurde geschüttelt durch den hinterhältigen Gegenschlag, kannte jedoch seine Position. Ein Folgeangriff war zu erwarten. Er konnte sich zwar kaum mehr rechtzeitig wieder aufrichten und den Schild erbauen, eine andere Option jedoch verblieb: [Solar Protection]. Sein gesamter Körper wurde wie als wäre er wieder Kind von der schützenden Umarmung einer Mutter ummantelt. Seine durchgeschüttelte Aura wurde von der mütterlichen Wärme zurück in die rechte Bahn bewegt und er maximierte seine Defensive.
*[Fatal Blow]!!* Markos fegte dem Bodyguard seine geballte Faust von oben gegen den Hals. Der Geschlagene röchelte Blut, wurde mit dem Gesicht fast gegen den Boden gedroschen, was er schweissgebadet verhindern konnte, was er mit einer Menge Glück verband. Er wollte die Scherben in seinem Gesicht lieber nicht tief in seinem Kopf wissen.
Er musste augenblicklich handeln. Er war nach vorne gebeugt und über ihm stand der Schwertkämpfer bereit für seinen nächsten Streich, dem er durch seine Position nie und nimmer rechtzeitig ausweichen können würde. Den Initiator in seinen Waden konnte er nicht beanspruchen, da dieser lediglich seine Beinführung beschleunigte und nicht zur alleinigen Fortbewegung missbraucht werden konnte, sonst hätte er sich jetzt vorwärts und gegen den Schwertkämpfer geschossen. Da eines seiner Augen durch die gläsernen Geschosse erblindet war, wollte er stattdessen [Solar Shadow] in Angriff nehmen, um sein Augenlicht gänzlich aufzugeben und dafür eine unmenschliche Schnelligkeit zu gewinnen. Dadurch würde er rechtzeitig reagieren und dem nächsten Streich des Schwertkämpfers ausweichen können. Das war er, sein Ausweg!
*[Solar Shadow]!* Er erblindete. Doch bestürzt realisierte er, dass er sich nicht bewegen konnte. Er war gelähmt. Er konnte nicht ausweichen, denn nichts rührte sich mehr. [Fatal Blow] hatte ihn seiner Freiheit beraubt und er war seinem Gegner dadurch in jeglicher Hinsicht ausgeliefert, doch das wollte er nicht wahrhaben, zerbissen ging er seinen Plan an, diesen Bengel niederzustrecken, es musste zum Schutz des Präsidenten geschehen, eine Niederlage war ausser Frage!
*[Solar Union]!* Er erhob sich. Er erhob sich, zwar nicht aufrecht und lediglich in seiner benachteiligten Position, doch er stieg empor. Er begann zu schweben. Dafür musste er weder Arme noch Beine in die Pflicht nehmen, sie konnten ungehorsam sein, wie sie wollten, es war nicht von Belang, er brauchte sie nicht, um auszuweichen. Er flog immer höher und aus der Reichweite dieses Bengels.
Er verspürte die Decke im Rücken, als die Lähmung verebbte und er sich wieder bewegen konnte. Er versuchte, die Schmerzen auszublenden, denn es musste mit der jüngsten Entscheidung noch schneller als zuvor gehen, denn er opferte der Sonne mit verstreichender Zeit mehr und mehr seiner Reserven, um fliegen zu können. Dafür aber hatte er dem nächsten Streich seines Gegners ausweichen können, ausserdem hatte sich seine Schnelligkeit perfektioniert und all seine Attacken ignorierten nicht bloss die Defensive des Zielobjektes, nein, sie konnten es auch gar nicht mehr verfehlen. Dann war er eben blind. Im Gegenzug war er unbesiegbar!
Er erstrahlte in sakrosankter Superiorität und schwang sich in strahlendem Sonnensturm abwärts, aus den Waden wurde Rauch geblasen, es war der Abschuss seiner Beute: *[Tornado Kick]!!* Es war der Abschuss seiner Beute. Der Geltung hatte. Seine Beute hatte längst geschossen. Markos hatte längst zurückgeschossen. Er hatte nie einen nächsten Streich geplant gehabt. Als er mit [Fatal Blow] zugeschlagen hatte, hatte Ewan nicht mehr gesehen, dass sein Gegner entgegen jedweder Erwartung einen Schritt zurückgetreten war, um seine Bestrebungen fruchten zu lassen. Ewan hatte infolge der überwiegenden Pein im Gesicht auch nicht bemerkt, dass sein Gegner, als er mit [Fatal Blow] den Hals getroffen hatte, erneut mit Scherben zwischen den Fingern zugeschlagen hatte. Er hatte dem Bodyguard den Hals aufgeschlitzt und das Blut war fortwährend nicht nur aus dem Gesicht, sondern auch aus dem Hals geflossen.
Ewan schnappte nach Luft. Ihm drehte sich als Folge des Blutverlustes die Gesamtheit der Sinne und er donnerte neben Markos gegen die Kacheln, auf dem Boden der Tatsachen wie ein durch die Atmosphäre fast ganzheitlich zerbrannter Meteor aufschlagend und fallend, während der Schwertkämpfer wortlos an ihm vorüberging, um Emilia die Fesseln zu lösen, wobei ihm bewusst wurde, dass für beide die Optionen nie Sieg oder Niederlage gewesen waren. Eine Niederlage war immer ausser Frage gewesen. Für beide hatte es einzig Sieg oder Tod gegeben. Und letztlich war es ein Fakt gewesen, dass einer der beiden den anderen lebendig gewünscht hatte.
Es hatte verloren, wer zwischen Rassen unterschied, sie nicht als gleichwertig betrachtete und deshalb aufgrund der gegenüberstehenden Spezies seine Art des Kampfes verändert hatte.
Markos hatte gewonnen. Aber wie er es im Voraus für sich unterstrichen hatte: Er war derjenige gewesen, der unbesiegbar gewesen war. Denn nur er war, wer in jedem Szenario den Raum nicht allein verlassen musste.

...als Emilia zu sich kam, fand sie sich neben dem verletzten Markos an die Kacheln gelehnt, vor sich die Verheerung und die zahlreichen regungslosen Körper, wie sie sie in Erinnerung gehabt hatte. Nur dass der Bodyguard gefallen war und sie vor ihm beschützt worden war.
"Tut mir leid, dass ich auch dich getroffen habe," atmete Markos auf, der vor der grossen Flucht kurz ruhte und seine Wunden erstversorgte. Zahlreiche Schnitte verliefen über seinen Körper und seine Hände wiesen nennenswerte Brandwunden auf, der linke Ringfinger fehlte ihm sogar. "Ich habe dich nicht verletzen wollen." - "Was sagst du denn," erwiderte sie und er hätte es gar nicht anders erwarten dürfen, wie er sich mit einem ehrlichen Lächeln eingestand, "Du hast gut gekämpft, das ist das einzige, was zählt." Er musterte sie. Meinte schliesslich fast schon feierlich beschliessend: "Nein nein. Das einzige, was zählt, ist der Fakt, dass ich dich ab sofort nicht mehr zurückfallen lasse! Ab sofort kämpfen wir zusammen für unsere Ziele!"
Er rappelte sich auf, um die Schlüssel und die Gildenabzeichen einzustecken und die Flucht anzugehen. Sie erhob sich neben ihm und betonte, was er schon immer geahnt, doch erst kürzlich wahrhaftig gelernt hatte: "Was sagst du denn, ich habe deine Seite nie verlassen. Hier bin ich schon längst gewesen."
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